Zum sechsten Mal in Folge vermeldet Hermes auch beim Abschluss des Geschäftsjahres 2009/2010 ein Wachstum. Das Unternehmen erreicht in seinem Kerngeschäft einen Umsatz von 840 Mio. Euro, eine Steigerung von 6,6% gegenüber dem Vorjahr (788 Mio.) bedeutet. Mit insgesamt 266 Mio. Sendungen wurden 4,6% mehr als im Geschäftsjahr 2008/09 (254 Mio.) bewegt. Somit erzielt Hermes wiederholt ein über den Prognosen für den Markt der Kurier-, Express- und Paketdienste liegendes Ergebnis.
Hermes befasst sich seit Jahren mit der Reduzierung von Emissionen. So unterstützt das Unternehmen die Entwicklung neuer Antriebstechnologien und beteiligt sich an einem Pilotprojekt des Automobilherstellers Mercedes-Benz, der mit dem Vito E-CELL den ersten elektrisch betriebenen Vito serienmäßig fertigt. Mit zehn solcher Fahrzeuge im firmeneigenen Fuhrpark gehört die Hermes Germany GmbH zu den ersten Anwendern in der KEP-Branche. Mit der Einführung der Wort-Bild-Marke WE DO! kommuniziert das Unternehmen seine Maßnahmen zur Emissionsreduktion. Zu diesem Zeitpunkt waren die CO2-Emissionen pro Sendung bereits um rund 40 % verringert worden.
Im Rahmen der Expansion innerhalb Deutschlands beginnt die HLGD mit dem Bau einer neuen Hauptumschlagbasis in Hannover-Langenhagen. Insgesamt werden rund 35 Millionen Euro in den Neubau investiert und 150 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen, um bis zu 60 Millionen Sendungen jährlich verarbeiten zu können. Nach der Grundsteinlegung in Hannover ist ein anderer Bau in Hamburg bereits fertig gestellt: Der neue Bürokomplex Hermes II wird – nach nur 13 Monaten Bauzeit – feierlich eingeweiht. Insgesamt 18 Millionen Euro hat Hermes in den Erweiterungsbau investiert und damit den Standort Hamburg gestärkt.
Drei Auszeichnungen erhält die HLGD in diesem Jahr: Die Stiftung Warentest hat zehn führende Paketdienste hinsichtlich ihrer Versandqualität und Serviceleistungen geprüft – als Testsieger daraus geht die HLGD mit der Gesamtnote 2,6 hervor. Analog dazu gewinnt das Unternehmen den Hanse Globe, einen von der Logistik-Initiative Hamburg ausgelobten Preis für nachhaltige Logistik. Mit dem Qualitätszeichen »geprüfte Kundenzufriedenheit« attestiert die Prüfstelle TÜV Nord dem Kundenservice eine hohe Kunden- und Serviceorientierung. Um die Kundenzufriedenheit weiter zu gewährleisten, führt die HLGD u.a. ein neues Identifikationsverfahren für Paketempfänger ein. Mit dem »Identservice Flex« bietet das Unternehmen geschäftlichen Auftraggebern ein Prüfsystem bei der Haustürzustellung.
Bereits zum siebten Mal in Folge können die unter der Marke Hermes operierenden Gesellschaften ihre Umsätze steigern. Auch die Erträge entwickeln sich in allen vier Geschäftsbereichen – Sourcing & Product, Transportlogistik, Fulfilment und Distribution – positiv. Der Gesamtumsatz erhöht sich auf 1.724 Millionen Euro um rund 18% im Vergleich zum Vorjahr (1.465 Millionen Euro). Infolge der Geschäftsentwicklung steigt die Zahl fest angestellter Mitarbeiter auf 10.238 (Vorjahr: 9.571). Mit ihrer Ausrichtung profitiert die Hermes Gruppe vom expandierenden E-Commerce und bietet ihren Kunden Services entlang der Wertschöpfungskette des Handels.
Die HLGD transportiert in diesem Jahr mit 303,8 Millionen über 14% mehr Sendungen als im Vorjahr. Um die logistische Infrastruktur bundesweit weiter auf wachsende Mengen einzustellen, nimmt die HLGD zwei neue Sortierzentren in Betrieb. Im Mai wird die norddeutsche Hauptumschlagsbasis in Hannover-Langenhagen eingeweiht, der für 35 Millionen Euro errichtete Neubau sortiert bis zu 25.000 Sendungen in der Stunde. Für seine Bauweise erhält das Sortierzentrum die Zertifizierung in Silber von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Im September nimmt auch die sechste deutsche Hauptumschlagbasis im thüringischen Ohrdruf den Betrieb auf. Insgesamt wurden in den neuen Standort rund 14 Millionen Euro investiert. Hier können jährlich 15 Millionen Sendungen, vor allem sperrige Artikel wie Möbel, umgeschlagen werden. Auch den Ausbau des Niederlassungsnetzes treibt die HLGD weiter voran: 18 neue Standorte für insgesamt 120 Millionen Euro werden in Auftrag gegeben.
Mit dem neuen Online-Auftritt www.hermesworld.com stellt das Unternehmen das Leistungsspektrum aller unter der Marke Hermes operierenden Gesellschaften auf einer Website vor. Ziel aller Marketingmaßnahmen ist die einheitliche Positionierung der Einzelgesellschaften unter der Dachmarke Hermes. Zum Hermes Portfolio sind außerdem das zertifizierte Prüfinstitut Hansecontrol GmbH und die Hermes NexTec GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Hermes Fulfilment, hinzugekommen. Die Hermes NexTec ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Webshops spezialisiert.
Im November tritt die HLGD zudem mit dem »Päckchen« in ein neues Marktsegment ein. Die HLGD führt damit eine kleine und günstige Paketklasse ein, die Zusatzleistungen wie eine Haftung in Höhe von 50 Euro, vier Zustellversuche sowie Sendungsverfolgung beinhaltet.
Im Bereich der Transportlogistik werden neue Services eingeführt. Die auf Langstreckentransporte spezialisierte Hermes Transport Logistics bietet Auftraggebern ein CO2-Reporting, das die beim Transport anfallenden Emissionen aufschlüsselt. Darüber hinaus wird die HLGD für ihre Maßnahmen im Bereich der Emissionsreduktion geehrt: Das Unternehmen ist Finalist beim Eco Performance Award. Hermes baut zudem in der Umwelthauptstadt Hamburg eine gewerblich genutzte Elektro-Flotte auf.
Hermes verzeichnet zum achten Mal in Folge ein Wachstum und steigert den Gesamtumsatz um 7% auf 1.928 Millionen Euro gegenüber 1.800 Millionen Euro im Vorjahr. Dabei partizipiert Hermes mit mehr als 452 Millionen transportierten Sendungen in Europa und einer um 7,5% gewachsenen Paketmenge weiterhin am E-Commerce-Boom. Rund 70% seines gesamten Paketaufkommens generiert Hermes außerhalb der Otto Group, der Konzernmutter.
Erstmals wird in Zusammenarbeit mit der SGS TÜV Saar GmbH ein Zertifizierungsprozess für die mit der HLGD bei der Paketzustellung kooperierenden Generalunternehmer eingeführt. Sie dient unter anderem der Einhaltung der Beschäftigungsbedingungen und der Abwicklungsqualität.
Neu ist auch, dass sich Hermes durch einen Aufsichtsrat kontrollieren lässt – aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde in Abstimmung mit der Otto Group entschieden, dieses Kontrollorgan zu installieren. Designiertes Mitglied des neuen Aufsichtsrats ist die TV-Produzentin Sabine Christiansen, die unter anderem Gründerin und Vorsitzende der Sabine Christiansen-Kinderstiftung für UNICEF ist.
Zeitgleich wird die Internationalisierung vorangetrieben. Über ein Joint Venture mit dem Logistikdienstleister DPD bündelt Hermes seine Kräfte im wachstumsstarken russischen B2C-Markt. Im Zentrum der Kooperation steht der Aufbau eines Netzwerks von PaketShops in Russland unter der Marke Hermes-DPD. Es umfasst aktuell 300 PaketShops in den acht größten Städten Russlands, darunter Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg und Nowosibirsk. Bis 2014 soll das Netzwerk, welches für viele Kunden die Lieferzeit um bis zu fünf Tage verkürzt, 1.500 PaketShops in 44 Städten in ganz Russland umfassen. Auch die Präsenz in Europa wird ausgebaut: In Großbritannien eröffnet Hermes 500 PaketShops in 25 Großstädten.
Einige weitere Innovationen: Kunden der HLGD können jetzt in Echtzeit am Computer oder auf mobilen Endgeräten nachsehen, wo sich ihre Sendung gerade befindet. Auch veröffentlicht die HLGD eine App für das iPad. Dazu passend wird auch das Privatkundenportalwww.myhermes.de hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit und Design überarbeitet.
Ebenfalls dazu passend: die Auszeichnung als Service-Champion. Die HLGD ist Branchensieger in Puncto Servicequalität bei dem deutschen Serviceranking, das auf einer branchenübergreifenden Analyse beruht, die jährlich von der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Tageszeitung "Die Welt" und dem Beratungsunternehmen ServiceValue GmbH durchgeführt wird. Hermes schneidet in der Kategorie "Paketdienstleister" am besten ab und gewinnt das Ranking mit dem Gold-Siegel.
Zum 40-jährigen Firmenjubiläum produziert Hermes darüber hinaus eine Chronik, in Buchform und als Online Chronik.
Hermes erzielt erstmals in seiner Geschichte einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. Damit steuert das Unternehmen im neunten Jahr in Folge auf Wachstumskurs und steigert den Gesamtumsatz um 8% auf rund 2.083 Millionen Euro gegenüber 1.928 Millionen Euro in 2012.
Einen Anteil daran haben die europäischen Paketdienste, die mit 496 Millionen rund 10% mehr Sendungen als im Vorjahr transportieren. Diese Entwicklung des Unternehmens wird durch den Aufbau von 700 neuen Arbeitsplätzen begleitet – Hermes beschäftigt nun 11.814 fest angestellte Mitarbeiter in mehr 20 Ländern.
Zudem baut Hermes seine weltweite Präsenz kontinuierlich aus. Im November eröffnet das Unternehmen sein neues Labor für Qualitätsprüfung und Zertifizierung in Shanghai und erweitert damit seine Prüfkapazitäten außerhalb Europas. Auch beim Web-Enabling verfolgt Hermes die Strategie, dem Handel neue Märkte zu öffnen, so wird der erste Lascana Online-Shop durch die Hermes NexTec in China gelauncht.
Erstmals veröffentlicht Hermes auch unter dem Titel "Vernetzt handeln" einen gruppenweiten Bericht zu sozialen und ökologischen Themen. Der Bericht entspricht den Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Seit März werden bei Hermes die Emissionen von Flugreisen über Klimaschutzprojekte kompensiert. Projektpartner der Initiative ist die Organisation "atmosfair", die sich als gemeinnütziges Unternehmen dem globalen Klimaschutz widmet. Gemeinsam unterstützen die Partner den indischen Nationalpark Sunderbans, der als UNESCO-Welterbe geschützter Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten ist. Darüber hinaus setzt die HLGD auf "Cotton made in Africa" (CmiA). Seit November besteht die Ausstattung der rund 13.000 Paketzusteller in Deutschland aus Baumwolle der Initiative "Cotton made in Africa" (CmiA). Auf diese Weise unterstützen Hermes und CmiA rund 475.000 Baumwollbauern, die den Rohstoff auf dem afrikanischen Kontinent produzieren.
Hermes Fulfilment erhält den Innovationspreis Logistik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Hermes Fulfilment wird damit für sein Retourenmanagementsystem ausgezeichnet, das die Wiederverfügbarkeit von zurückgegebener Ware, vor allem aus dem Fashionbereich, optimiert. Der VDI hebt insbesondere den Automationsgrad und das Wartungskonzept hervor.
Eine Partnerschaft mit großer Reichweite war die von Hermes als Premium-Partner der Bundesliga. Vom Start der Rückrunde der Saison 2012/13 an trugen sämtliche Spieler der Bundesliga und zweiten Bundesliga an allen Spieltagen das Unternehmenslogo auf dem linken Trikotärmel. Des Weiteren war Hermes Transporteur der Meisterschale. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum Ende der Saison 2016/17.
Im Geschäftsjahr 2014 setzt Hermes seine positive Entwicklung fort. So wird der globale Umsatz um mehr als 7% auf 2.230 Millionen Euro (2013: 2.083) gesteigert. Zwei weitere Rekorde: Im europäischen Paket- und Logistikgeschäft werden erstmals mehr als 530 Millionen Sendungen bewegt. Und die Mitarbeiterzahl steigt um 656 auf weltweite 12.470 Mitarbeiter. Ein Grund dafür ist die seit vielen Jahren auch von unabhängigen Experten – 2014 zeichnete beispielsweise die Stiftung Warentest die HLGD wiederholt als Testsieger aus – attestierte Qualität bei der Zustellung.
In diesem Jahr kommt als neuer Service beispielsweise hinzu, dass Privatkunden den Paketempfang flexibler gestalten können, beispielsweise durch das kurzfristige Umleiten von Sendungen. Die HLGD folgt damit dem Wunsch nach einem individuell steuerbaren Paketversand, bei dem der Empfänger mehr Steuerungsmöglichkeiten über den Zustellprozess erhält. Empfänger erhalten ein Zustellzeitfenster von einer Stunde für ihre Sendung. Grundlage für die Berechnung der Zustellzeitfenster ist eine eigens für die Paketankündigung entwickelte Software. Befüllt wird die Software täglich mit neuen Daten aus der so genannten "Langen Strecke" und der "Letzten Meile": Informationen aus Umschlagstandorten und Zustelltouren, etwa durchschnittliche Fahrzeiten und Routen, sowie viele weitere Prozessdaten wie Wetterdaten und Stauprognosen.
National wie international investiert Hermes weiter in seine Infrastruktur. So entsteht etwa für weitere 90 Millionen Euro in Löhne (NRW) ein 100.000 Quadratmeter umfassendes Warenverteilzentrum, das 2015 von Hermes Fulfilment und dem Hermes Einrichtungs Service bezogen werden soll.
Auch in China baut Hermes seine Präsenz aus. Dazu wird die Gesellschaft Hermes Transport Logistics Greater China in Hongkong gegründet. Zielgruppe sind chinesische Händler, die logistische Lösungen für die Beschaffung oder den Warenversand benötigen. Im Fokus stehen dabei komplette Supply-Chain-Lösungen sowie Transporte im Bereich der See- und Luftfracht.
Einen Preis erhält Hermes an seiner Zentrale. Die gemeinsam von der Freien und Hansestadt Hamburg und der Hamburger Wirtschaft initiierte Luftgütepartnerschaft zeichnet das Unternehmen als "Luftgütepartner 2014" aus. Die Auszeichnung würdigte die Maßnahmen des Unternehmens für eine emissionsreduzierte Mobilität – sowohl bei der Paketzustellung als auch hinsichtlich des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter.
Um ein weiteres Unternehmensziel, nämlich fortschreitendes Wachstum, zu erreichen, beschließt Hermes, in die Modernisierung der logistischen Infrastruktur seiner deutschen Paketsparte zu investieren. Bis 2018 sind dafür rund 300 Millionen Euro vorgesehen, um so dem wachsenden Online-Handel zu entsprechen. Dabei will sich das Unternehmen verstärkt auch als Partner kleinerer und mittelständischer Versender etablieren. Entsprechend ist geplant, das logistische Netzwerk in 35 Logistik-Center umzustrukturieren, die auf hohe Kapazitäten und eine gute Verkehrsanbindung ausgelegt sind, und für die Verarbeitung von jährlich mehr als 400 Millionen Sendungen einzurichten.
Im Geschäftsjahr 2015 konnte Hermes seinen Umsatz um 11 Prozent auf 2.460 Mio. Euro erneut steigern. Europaweit wurden 580 Mio. Sendungen transportiert. 74 Prozent des Auftragsvolumens entfielen dabei auf das Mandantengeschäft mit Händlern außerhalb der Otto Group, das um 16 Prozent ausgebaut werden konnte. Erwähnenswert ist zudem die Geschäftserweiterung in den USA bzw. China sowie der Ausbau des eigenen Portfolios.
Mit der Gründung des Start-up-Unternehmens BorderGuru positioniert sich Hermes seit 2015 verstärkt im wachsenden internationalen Geschäft mit Onlinehändlern. Im Fokus sind dabei vor allem die chinesischen und amerikanischen Märkte. Um die steigende Nachfrage nach taggleicher Zustellung im Handel bedienen zu können, hat sich Hermes am Same-Day-Delivery-Start-up Liefery beteiligt. In zahlreichen Metropolregionen Deutschlands bietet Liefery individuell buchbare Same-Day-Lieferungen innerhalb von 90 Minuten bzw. zu einem definierten Wunschtermin an.
In Deutschland hat Hermes sein Geschäft auch dank neuer Auftraggeber ausgebaut. So zählen nicht nur große Versandhändler wie Yves Rocher oder Glossybox zu den neuen Kunden, auch verschiedene kleine und mittelständische Händler entschieden sich für Hermes als Logistikpartner. Grund hierfür ist der Ausbau des logistischen Netzwerks, dessen Modernisierung für 2019 geplant ist. Ziele des Ausbaus sind mehr Kundennähe und kürzere Lieferzeiten. Zu den neuen digitalen Angeboten für Privatkunden zählten sowohl der Mobile Paketschein, der die Erstellung von Paketlabels per Smartphone erlaubt, als auch die WunschZustellung, mit der das Empfangen von Paketen individuell steuerbar wird.
Doch nicht nur in Deutschland sind Wachstum und Fortschritt zu verzeichnen, auch in Großbritannien stehen die Zeichen auf Wachstum. So konnte die Hermes Paketsparte in UK als einer der größten privaten Paketdienstleister erneut wachsen. Um den steigenden Paketmengen weiter entsprechen zu können, hat Hermes in Warwickshire mit dem Bau eines 25.000 Quadratmeter großen Paketzentrums begonnen. Der neue Bau ist für die Abwicklung der Sendungsmengen aus Großbritannien in 190 Länder vorgesehen.
In Österreich hat Hermes im Geschäftsjahr 2015 an den 1.600 Hermes PaketShops die Belieferungen an Samstagen eingeführt, was die Lieferzeiten verkürzen konnte. Zalando und Hermes Österreich starteten zudem ein Pilotprojekt in Kooperation mit Liefery, welches die Abwicklung taggleicher Retouren für Kunden in Wien ermöglicht.
Im Geschäftsjahr 2016 konnte Hermes seinen Umsatz währungskursbereinigt um mehr als sieben Prozent auf 2.640 Mio. Euro steigern. Vor allem im Paket- und Großstücksegment konnte Hermes weitere Marktanteile gewinnen. Zudem konnte Hermes insbesondere im französischen Markt seine Position stärken. Weltweit beschäftigt Hermes aktuell 12.618 Mitarbeiter.
Stetiges Wachstum in Europa: Die Paketgesellschaften in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien und Russland stellten im Geschäftsjahr 2016 rund zehn Prozent mehr Pakete, Kataloge und anderweitige Warensendungen als im Vorjahr zu. Dies entspricht einer Menge von rund 640 Mio. Sendungen. Rund 75 Prozent des Sendungsaufkommens resultierten dabei aus dem Geschäft mit Auftraggebern außerhalb der Otto Group.
Durch die Integration des französischen Paketversenders Mondial Relay sowie des 2-Mann-Handling-Spezialisten Girard Agediss (zuvor 3SI) stärkte Hermes seine Wettbewerbsposition in Frankreich sowie in weiteren europäischen Märkten. Seit Januar 2017 sind die beiden zum Otto Group Konzern gehörenden Unternehmen Teil der Hermes Gruppe. Mondial Relay – mit Sitz in Lille – betreibt aktuell vier Hauptumschlagbasen sowie 24 Niederlassungen in Frankreich. Zudem ist das Unternehmen, das 600 Mitarbeiter beschäftigt, in Belgien, Luxemburg, Spanien und Portugal präsent. 2016 verarbeitete Mondial Relay über 57 Mio. Sendungen.
Zudem entwickelte sich das 2-Mann-Handling-Geschäft mit Möbel- und Einrichtungswaren, das im Volumen um mehr als sechs Prozent zulegte. Mit über fünf Mio. transportierten Möbeln und Großgeräten konnte Hermes seine Marktposition im Bereich des 2-Mann-Handlings in Deutschland ausbauen. Das Geschäft des Hermes Einrichtungs Service soll nun in Kooperation mit Girard Agediss weiter internationalisiert werden.
In Deutschland bereitet sich Hermes auch infrastrukturseitig auf ein fortgesetztes Wachstum im gesamten 2C-Paketmarkt (B2C und C2C) vor. Im Zuge eines 2014 gestarteten und mit über 300 Mio. EUR budgetierten Investitionsprogramms sollen bis Ende 2019 insgesamt neun neue, nach spezifischen Bau- und Umweltvorgaben konzipierte Logistik Center errichtet werden. Darüber hinaus investiert Hermes in die Modernisierung und Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte und hat dafür eine strategische Partnerschaft mit Mercedes-Benz vereinbart. Bis einschließlich 2020 will Hermes Germany 1.500 Mercedes-Benz Elektrotransporter bundesweit in Ballungsräumen einsetzen.