Beim Stand von bundesweit 6.000 Hermes PaketShops wird der Ausbau als abgeschlossen betrachtet und vorerst gestoppt. Mit www.technikservice24.de wird eine virtuelle Informations- und Serviceplattform für alle technischen Fragen im Internet entwickelt. Im Zuge der fortgesetzten Mengensteigerung bei den zu bewegenden Sendungen wird das Niederlassungsgebiet München geteilt und die 65. Niederlassung eröffnet.
primeMail - ein Joint Venture der Hermes Logistik Gruppe (HLG) und Swiss Post International - bietet die flächendeckende Zustellung von liberalisierten Brief- und Katalogsendungen national und international an. Bereits im Januar wurde die einmillionste Sendung über einen PaketShop abgewickelt. Im April startet die bundesweite Einführung der mobilen Datenerfassung (MEDEA) auf Tour zur elektronischen Erfassung von Daten und deren Archivierung.
Das HUB-System (HUB = Haupt-Umschlags-Basis), ein neues Sendungsumschlags- und Transportkonzept, wird eingeführt. Dessen Ziel ist die Bündelung mehrerer Versandhausstandorte auf den jeweilig nächstgelegenen HUB-Standort, die dort vorgenommene Sortierung auf die jeweiligen Hermes-Richtungen und der Weitertransport an die einzelnen Endniederlassungen. Insgesamt besteht das System aus vier HUB-Standorten: Hamburg, Haldensleben, Hanau und Burgkunstadt. Ziele des Systems sind unter anderem eine Reduzierung der Umschläge, eine Verdichtung der Transporte, eine Zeitersparnis sowie die Integration von Sendungen neuer Geschäftspartner.
Mit der Hermes Netzwerk Distribution erweitert die HLG ihr Portfolio im Full Truck Load (FTL)-Segment. Der 9.000ste Hermes PaketShop wird im März eröffnet. Die Shops dienen als Annahme- und Abgabeadresse für Warensendungen und sind eine Alternative zur klassischen Anlieferung oder Abholung an der privaten Haustür. Monatlich werden bereits rund eine Million Sendungen über die PaketShops abgewickelt. Und das Konzept wird fortgesetzt: Am 1. November ermöglicht Hermes an den PaketShops auch die Abgabe von privaten Paketen für die Weiterbeförderung an den Empfänger.
Mit Gründung der Hermes Einrichtungs Service GmbH & Co. KG, Löhne, intensiviert Hermes die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der Sänger Speditionsgesellschaft mbH & Co. KG. Die direkte Einbindung des Hermes geführten Joint Venture ergänzt die bestehenden B2C-Dienstleistungen von Hermes um das Segment Möbel- und Großstücktransporte.
Im Mai wird der 10.000ste Hermes PaketShop eröffnet und das bundesweite Netzwerk dem Distanzhandel als “Alternative Zustelladresse” angeboten. Ab dem 1. Juni bietet Hermes dem deutschen Versandhandel zudem ein neues Serviceangebot: Mit dem Premium-Service, also der Zustellung in vier frei wählbaren, zeitlich eng eingegrenzten Zeitfenstern, können Distanzhändler ihren Kunden die Möglichkeit offerieren, sich ihre Bestellung innerhalb eines auf drei Stunden eingeschränkten Zeitfensters zustellen zu lassen.
Am 1. November wird ein neues Preismodell an den mittlerweile über 10.000 Hermes PaketShops eingeführt. Statt wie bisher vier gibt es nur noch drei Paketklassen. Zudem werden die Preise gesenkt. Von dem neuen Modell profitieren nicht nur Privatkunden, sondern auch Kleingewerbetreibende. Sie können den Vorsteuerabzug geltend machen und so zusätzlich die Mehrwertsteuer sparen. Damit versenden sie günstiger.
Am Jahresende wird das Hermes-Konzept auch von der Stiftung Warentest bestätigt: Mit Blick auf Leistungsqualität und Preise ist Hermes Testsieger und Nummer 1 unter Deutschlands Paket-Dienstleistern, zeigt sich "zuverlässig bei Abholung und Zustellung" und ist mit seinem "übersichtlichen Preissystem" der "günstigste Anbieter" der telefonisch beauftragten Paketdienste.
Im Oktober wird das Umweltmanagementsystem von Hermes erneut nach der Norm ISO 14.001 zertifiziert. Dabei kommt zum dritten Mal das so genannte TIP-Prüfverfahren zum Einsatz. Die Vergabe des Zertifikates basiert auf der Analyse interner Audits des Umweltmanagementsystems. Unter dem Stichwort “Prüfung der Prüfer” bewertet der externe Auditor einerseits, ob das Unternehmen ein Umweltmanagementsystem gemäß den Anforderungen der ISO 14.001 implementiert hat. Zum anderen wird geprüft, ob es eine interne Organisation zur Prüfung des Umsetzungsgrades von unternehmensinternen Vorgaben und den Forderungen der ISO 14.001 vorhält.
Am 1. März wird die TechnikService 24 GmbH & Co. KG gegründet, die aus einem gleichberechtigten Zusammenschluss zweier seit Jahrzehnten im Markt etablierter Unternehmen entstanden: der Haustechnik Service GmbH & Co. KG und dem Hermes Technischer Kundendienst. Mit TechnikService 24 entsteht ein Dienstleistungsunternehmen für After Sales Services wie z.B. Reparaturen, Call Center Lösungen und Ersatzteillogistik.
Seit Juni trägt Mika Häkkinen, zweimaliger Formel-1-Weltmeister, das Hermes Logo auf seinem Rennoverall – und macht in Anzeigen, Funk- und TV-Spots auf das Unternehmen aufmerksam. Zusätzlich tritt der Finne auch vermehrt als Markenbotschafter für Hermes in der Öffentlichkeit auf.
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft bietet Hermes in seinen rund 11.000 PaketShops erstmals eigene Versandkartons an. Die blauen Verpackungen sind in drei Größen erhältlich und zum Schutz für kleine, mittlere und große Geschenke konzipiert.
Mit seinem ProfiPaketService bietet Hermes seit Februar auch Versendern mit geringem Sendungsaufkommen die Möglichkeit, das Angebot des Logistik-Dienstleisters zu nutzen. Kleingewerbetreibenden, Selbständigen oder Powersellern bieten sich entsprechend Leistungen wie Abholung beim Auftraggeber, bis zu vier Zustellversuche oder das Retourenhandling über die rund 12.000 Hermes PaketShops.
Im Sommer beginnt Hermes mit dem Bau eines weiteren Distributionszentrums, dem West-Hub in Hückelhoven (NRW). Nach Fertigstellung sollen dort bis zu 130 neue Arbeitsplätze entstehen. Die geplante Investitionssumme für Grundstück, Gebäude und Technik beträgt rund 35 Millionen Euro.
Im Juli führt Hermes eine neue Sendungsklasse für den ProfiPaketService ein. Die Abmessungen eines XS-Paketes können bis zu 30 cm betragen. Seit dem 4. September können mit Hermes auch Pakete mit einem Gewicht von bis zu 25kg in das europäische Ausland verschickt werden. Wie bisher nehmen die rund 12.000 Hermes PaketShops Pakete an. Im Preis enthalten sind bis zu drei Zustellversuche, die Sendungsverfolgung im Internet und eine Haftung bis 500 Euro.
Zum dritten Mal in Folge gelingt es Hermes, den Vorjahresabschluss zu verbessern. Der Umsatz steigt um 11,5% auf insgesamt 1.016 Millionen Euro. Im B2C-Markt hält das Unternehmen rund 37% Anteil, aber auch im Privatkundenmarkt hat sich Hermes als Anbieter mit 23,6 Millionen Paketen etabliert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2006 rund 235 Mio. Sendungen bewegt.
Seit Juli bietet Hermes seine Dienstleistungen auch in Österreich an. Mit 1.200 PaketShops, 700 Zulieferern und den Hermes-Services soll bis Ende 2008 ein Marktanteil von 20% in den Segmenten B2C und C2C gewonnen werden. Dieses Ziel wurde jedoch bereits 2007 übertroffen, da es der Hermes Logistik GmbH bereits vier Monate nach Marktstart gelang, mit der Primondo-Gruppe (Versandhandelsgruppe der Arcandor AG) einen Großkunden zu gewinnen.
Ebenfalls im Sommer trifft die Geschäftsführung eine weitere Entscheidung: Die neue zentrale Hauptumschlagbasis soll mitten in Deutschland gebaut werden. Die Wahl fällt auf Friedewald in Nordhessen, das an der BAB 4 liegt. Insgesamt werden 45 Millionen Euro in Infrastruktur und Technik in den 18.000 Quadratmeter großen Neubau investiert. In dem Sortierzentrum werden 150 neu eingestellte Mitarbeiter pro Stunde 20.000 Sendungen verarbeiten können.
Nach einjähriger Bauzeit wird zudem die neue Hauptumschlagbasis in Hückelhoven/NRW im Oktober in Betrieb genommen. Eine Besonderheit dieses HUB ist seine direkte Anbindung über eine Förderbrücke an das Distributionszentrum des Teleshoppinganbieters QVC.
Mit dem im Oktober vollzogenen Einstieg in den italienischen Markt über eine 30 Prozent-Beteiligung an dem italienischen Paketdienstleister Swiss Post Porta a Porta erschließt sich Hermes auch den viertgrößten B2C-Paketmarkt der Europäischen Union. Porta a Porta hält in Italien einen Marktanteil von sieben Prozent und verfügt über ein B2C-Netzwerk.
Eigentlich wollte Hermes ab 2008 gemeinsam mit dem Partner TNT Post ein Angebot im Bereich von Briefen für Privatkunden und Kleinunternehmen offerieren, für das die rund 13.500 PaketShops zu Briefannahmestellen ausgebaut werden sollten. Doch der im Dezember politisch beschlossene Mindestlohn für Briefzusteller veranlasst beide Unternehmen, ihre Pläne einzufrieren.
Zum vierten Mal in Folge verbessert Hermes das Jahresabschlussergebnis. Insgesamt erreichte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 1.041 Millionen Euro in Deutschland und verzeichnete damit einen Zuwachs von 9% gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Aufkommen wurde mit mehr als einer Viertelmilliarde bewegter Sendungen ein hohes Volumen erzielt. Nach den Markteintritten in Österreich und Italien sowie gemeinsam mit den Schwesterunternehmen in Frankreich und England hält Hermes einen Anteil von über 22% am europäischen Paketmarkt – mit einem prognostizierten Wert von 1.500 Millionen Euro.
Das deutsche PaketShop-Netz trägt zum Wachstum bei und hilft, die bei der Zustellung entstehenden Emissionen zu reduzieren. Durch den kontinuierlichen Ausbau der mittlerweile rund 13.500 Annahmestellen werden Autokilometer und damit die Emission von Kohlendioxid reduziert: Der CO2-Ausstoß pro bewegtem Paket ging zwischen August 2006 und August 2007 zurück, insgesamt konnten 5.700 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das entspricht der Emissionsmenge, die mit dem Stromverbrauch von 2.300 Drei-Personenhaushalten einhergeht. Insbesondere in den Ballungszentren ist der nächste PaketShop oft nur wenige Gehminuten entfernt, wobei in Berlin die durchschnittliche Entfernung mit 460 Metern am geringsten ist.
Der Ausbau von Web-basierten Services bei den Hermes Unternehmen geht derweil weiter: Für das Full Truck Load-Segment, sprich die lange Strecke, wird das Internetportal www.click2transport.de konzipiert. Das Angebot richtet sich an Unternehmen aus Handel und Produktion sowie Speditionen, die sporadische oder auch regelmäßige Frachtaufkommen im Bereich nationaler Komplett- und Teilladungen per Wechselaustauschbehälter (WAB) verzeichnen. Die Auftragsannahme seitens der HLG erfolgt rund um die Uhr und ist bundesweit sogar noch bis zu sechs Stunden vor der geplanten Abfahrt möglich.
Der Hermes Einrichtungs Service führt zwei neue Angebote ein. Seit März steht unter www.profigrossstueckservice.de eine Online-Lösung für den bundesweiten Großstückversand zur Verfügung, über die Auftraggeber den Transport veranlassen können. Sendungen bis zu sieben Kubikmetern Volumen werden beim Versender abgeholt und von Zwei-Mann-Teams direkt in die Wohnungen der Empfänger geliefert. Im November wird auch der PrivatGroßstückService live geschaltet. So lässt sich der Transport auch von privaten Auftraggebern, etwa Nutzern von Online Auktionsplattformen, abwickeln. Für den deutschlandweiten Transport gängiger Möbelstücke, Elektro- und Haushaltsgeräte zahlen Verbraucher einen Festpreis – unabhängig von der Lieferstrecke.
Zum wiederholten Mal kann Hermes zum Abschluss des Geschäftsjahres 2008/2009 Wachstum vermelden. Das Unternehmen erreicht in seinem Kerngeschäft einen Umsatz von 1.018 Millionen Euro, eine Steigerung von 3,9% gegenüber dem Vorjahr (979 Mio.). Die HLG verzeichnet zudem ein über den Prognosen liegendes Umsatzwachstum. Mit insgesamt 252 Millionen Sendungen wurden 3,1% mehr als im Geschäftsjahr 2007/08 (244,5 Mio.) bewegt. Der im fünften Jahr in Folge verbesserte Jahresabschluss spiegelt sich auch in der Belegschaftsgröße wider: 2008/09 kann Hermes 3.468 fest angestellte Mitarbeiter vermelden.
Im April weiht die HLG das neue Zentral-HUB im nordhessischen Friedewald ein. Rund 45 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert, mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen. In dem Distributionszentrum können mithilfe moderner Sortiertechnik jährlich bis zu 70 Mio. Sendungen verarbeitet werden.
Darüber hinaus erweitert das Unternehmen seinen Service kontinuierlich: Mit bundesweiten 14.000 Annahmestellen stellt Hermes inzwischen eines der größten PaketShop-Netze Europas. Analog zur Erweiterung des Netzes können C2C-Kunden ihre Privatpakete jetzt auch von Shop zu Shop versenden. Wer internationale Sendungen aufgeben möchte, kann das bei Hermes seit August auch für Destinationen in der Schweiz oder Liechtenstein tun. Damit ist der Paketversand via Hermes in mittlerweile 24 europäische Länder möglich.
Zwei Hermes-Gesellschaften erhalten Zertifizierungen vom Technischen Überwachungsverein TÜV. Die HLG hat wesentliche Teile ihres für Geschäftskunden erstellten »Service Compass« vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen. Die Bestnote für Servicequalität beim Transport schwerer Güter und die höchste Kundenzufriedenheit bei der Einhaltung von Terminzusagen bestätigt der TÜV Saarland dem Hermes Einrichtungs Service.
Die auf dem englischen Markt tätige Schwestergesellschaft Parcelnet Ltd. – einer der größten postunabhängigen Zustelldienste Großbritanniens – tritt nun unter dem Markennamen Hermes auf. Zum 1. Oktober erfolgt außerdem die Umbenennung der Hermes Warehousing Solutions GmbH zur Hermes Fulfilment GmbH. Hintergrund ist das erweiterte Diensleistungsportfolio. Hermes Fulfilment leistet die Abwicklung integrierter Multi-Channel-Lösungen für den Distanz- und Stationärhandel.
Seit Mai ist zudem die Hermes Transport Logistics GmbH (HTL) selbständig am Markt. Hervorgegangen aus dem Geschäftsbereich Transportlogistik der Hermes Logistik Gruppe und der Otto International Logistics bietet die HTL ihren Kunden logistische Services aus einer Hand. Jährlich werden mehr als 18.000 Tonnen Luftfracht und mehr als 100.000 TEU Seefracht transportiert und täglich bis zu 6.000 Wechselbrücken und Trailer eingesetzt.