Bei Hermes Germany nehmen wir unsere Verantwortung für Klima und Umwelt sehr ernst. Als einer der führenden Logistikdienstleister in Deutschland wissen wir, dass nachhaltiges Handeln entscheidend für die Zukunft ist. Deshalb setzen wir uns aktiv für die Reduzierung unserer Umweltauswirkungen ein und verfolgen ambitionierte Klimaziele. Von 2006 bis 2020 konnten wir durch konkrete Hebel zur Vermeidung und Verringerung in unseren Kernprozessen die CO2-Emissionenbeim Pakettransport um 38 % und für unsere Standorte sogar um 57 % verringern.1
Als Teil der Otto Group haben wir uns der Science Based Target Initiative (SBT) angeschlossen, um die Dekarbonisierung unserer Logistik wissenschaftlich fundiert voranzutreiben. Im Februar 2024 wurden die Klimaziele der Otto Group von der SBTi offiziell validiert. Dies bestätigt, dass unsere Ziele mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens übereinstimmen.
Als integraler Bestandteil der Otto Group und im Einklang mit den von der SBTi validierten Klimazielen hat Hermes Germany bereits bemerkenswerte Fortschritte erzielt: Vom Basisjahr 2021/22 bis zum Geschäftsjahr 2024/25 konnten wir die Scope-1- und Scope-2-Emissionen unseres Corporate Carbon Footprints um beeindruckende 65 % und die Scope-3-Emissionen um 19 % reduzieren, was einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der konzernweiten Dekarbonisierungsziele darstellt.
Um einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung des Science Based Targets zu leisten, fokussiert sich Hermes Germany auf drei zentrale Handlungsfelder, in denen in den vergangenen Jahren bereits gute Fortschritte erzielt wurden: Letzte Meile, Lange Strecke und die unternehmenseigenen Standorte.
Hermes Germany berücksichtigt nicht nur die Emissionen der eigenen Geschäftstätigkeiten (Scope 1 und 2), sondern auch die Emissionen in der Wertschöpfungskette (Scope 3), die etwa durch Transportpartner im Lkw-Verkehr und die eigenständigen Servicepartner auf der Letzten Meile entstehen. Diese Emissionen fließen ebenfalls in die CO2-Bilanz des Unternehmens ein. Darüber hinaus werden auch Emissionssteigerungen durch Wachstum, etwa durch gesteigerte Paketmengen auf der Letzten Meile, vollständig berücksichtigt.
Um CO2-Reduktion verlässlich beurteilen und Einsparungen messen zu können, benötigt es eine valide Datenbasis. Hermes Germany nutzt für die Kalkulation seiner CO2-Emissionen eine eigenentwickelte, cloudbasierte Carbon-Footprint-Lösung, die passgenau auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten wurde. Hermes Germany ist damit in der Lage, die CO2e-Belastung einer Paketlieferung zu entschlüsseln, zum Beispiel bezogen auf Zustellart, Standorte oder die verschiedenen Transportabschnitte. Die Carbon-Footprint-Lösung folgt einer stringenten Methodik, die den relevanten Reporting-Anforderungen der Logistikbranche entspricht. So erfolgt die Kalkulation der Treibhausgasemissionen gemäß dem internationalen Rahmenwerk des Global Logistics Emissions Council (GLEC). Dieser Reporting-Leitfaden für den Logistiksektor steht im Einklang mit dem Greenhouse Gas Protocol, dem Global Green Freight Action Plan der UNO und dem CDP Reporting (Carbon Disclosure Project). Dabei werden unter anderem CO2-Äquivalente (CO2e) für die Berechnung von Emissionen verwendet, das heißt es werden auch weitere Klimagase wie Methan oder Lachgas berücksichtigt, und sowohl direkte als auch indirekte CO2e-Emissionen erfasst. Wenn bei Hermes Germany von CO2 die Rede ist, sind also stets die CO2-Äquivalente gemeint.
1 Mengenbereinigte Emissionen mit Auftraggebern aus der Otto Group
Digitaler Nachhaltigkeitsbericht 2017