News-Archiv 2018

News im Januar 2018

Regelmäßige Ruhe- und Erholungsphasen sind wichtig für die Gesundheit sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Gute Matratzen und Polster spielen dabei eine wichtige Rolle. Für Verbraucher ist es jedoch häufig schwer, zwischen qualitativ hochwertigen und eher minderwertigen Produkten zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund erweitert Hermes Hansecontrol sein mechanisches Prüfangebot im Bereich Möbel und bietet künftig auch für Matratzen und Polsterstoffe verschiedene Testverfahren an. So erhalten Hersteller fundierte Verkaufsargumente, können sich vom Wettbewerb abheben und die Qualität ihrer Produkte gezielt verbessern.

Häufig werden Qualitätsprobleme bei Matratzen erst nach einer längerer Nutzungsdauer ersichtlich. Bei Hermes Hansecontrol kann der Alterungsprozess künftig auf der Grundlage genormter Prüfverfahren simuliert werden. Zudem lassen sich die funktionellen Eigenschaften des Schaumstoffs bestimmen und auswerten.

Eines der wichtigsten Kriterien hierbei ist die Änderung des Härtegrades von Matratzen und anderen Sitz- und Möbelpolstern über den gesamten Lebenszyklus dieser Produkte hinweg. Im Regelfall ist bei Matratzen von einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 10 Jahren auszugehen.

Um eine Aussage über die Festigkeit und Dauerhaltbarkeit des Werkstoffs machen zu können, werden diese unter anderem mechanisch geprüft: Eine Bewalzung der Matratzen und Möbelpolster simuliert die Beanspruchung durch den Nutzer. Darüber hinaus ist Hansecontrol in der Lage, die Härtezonen von Matratzen über die gesamte Liegefläche und an 20 Punkten mit einer eigens dafür entwickelten Zonierungsprüfmaschine zu bestimmen.

Für diese spezielle Art der Härteverlaufprüfung innerhalb der Matratze nimmt Hansecontrol eine Vorreiterstellung unter den Prüfhäusern ein, da sowohl die Methodik als auch die zugehörige Prüftechnik bisher in keiner Norm Anwendung finden. Die aus der Messung resultierende Matratzenzonierung können Unternehmen mit Hilfe von Kontur-Diagrammen verständlich und nutzbar an ihre Endkunden weitergeben. Gerade in Zeiten von Matratzen mit fünf, sieben oder sogar noch mehr Härtezonen ist eine solche Untersuchung ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung der Qualität.

Für die Prüfung von Matratzen und Bestandteilen von Polstermöbeln sind unter anderem die folgenden Normen und Bestimmungen relevant:

Matratzen:

  • DIN EN 1957:2013-01 Möbel - Betten und Matratzen - Prüfverfahren zur Bestimmung der funktionellen Eigenschaften und Leistungskriterien
  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN 1334:1996-07 Wohnmöbel - Betten und Matratzen - Messverfahren und Toleranzempfehlungen
  • RAL GZ 430 / 6 - Besondere Güte- und Prüfbestimmungen für Matratzen

Schaumstoffprüfungen:

  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN ISO 3385:2014-10 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Ermüdung im Dauerschwing-Versuch mit Stoßbelastung unter konstanter Kraft (ISO 3385:2014)
  • DIN EN ISO 3386-1:2015-10 Polymere Materialien, weich-elastische Schaumstoffe - Bestimmung der Druckspannungs-Verformungseigenschaften - Teil 1: Materialien mit niedriger Dichte (ISO 3386-1:1986 + Amd 1:2010)
  • ASTM D3574 Standard Test Methods for Flexible Cellular Materials - Slab, Bonded, and Molded Urethane Foams
  • DIN 53579:2015-04 Prüfung weich-elastischer Schaumstoffe, Eindrückversuch an Fertigteilen

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 6124 bzw. senden Sie uns eine E-Mail.

Verbraucherschutz hat höchste Priorität – das spiegelt sich auch in der europäischen und nationalen Gesetzgebung wider. In Deutschland wurde am 1. Dezember 2011 das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) als Nachfolger des GPSG an den Start gebracht, um Endverbraucher noch besser zu schützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Das Gesetz regelt die Verpflichtungen von Herstellern, Importeuren und Händlern. Damit dient es zugleich als Grundlage für die nationale Marktüberwachung, für deren Vollzug die Bundesländer zuständig sind.

Die Vorgaben effizient zu erfüllen und Rückrufe zu vermeiden, ist für die Unternehmen der Konsumgüterindustrie ein zunehmend erfolgskritischer Faktor. Ausgereifte, leistungsfähige und geprüfte Produkte, nachvollziehbare Prozesse und ein effektives Lieferantenmanagement werden von allen beteiligten Wirtschaftsakteuren erwartet und sind unverzichtbar.

In unserem Seminar „Produktsicherheitsgesetz, CE-Konformitätsbewertung und Warenabsicherung in der betrieblichen Praxis" am 15. März 2018 in Hamburg informieren wir Sie über die relevanten Gesetze sowie grundlegende Anforderungen und Begrifflichkeiten im europäischen Binnenmarkt. Außerdem geben wir Ihnen Lösungen für die Umsetzung in der betrieblichen Praxis an die Hand.

Unsere Rechtsexpertin Inken Green beleuchtet die juristischen Aspekte bei der Absicherung der gesetzlichen Anforderungen und der Produktqualität. Zudem erfahren Sie, was im Fall eines notwendigen Produktrückrufs zu tun ist und welchen Verpflichtungen Sie gegenüber den Behörden nachkommen müssen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im Februar 2018

Hermes Hansecontrol verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Fahrradsicherheit und gehört aufgrund seiner umfangreichen Expertise auch bei der anspruchsvollen Qualitätsprüfung von Pedelecs zu den gefragten Ansprechpartnern. Alle Prüfergebnisse werden für die Kunden aufbereitet und auf sachlich fundierte, aber auch für Laien verständliche Weise kommuniziert. Auf dieser Grundlage können die Unternehmen Fehler und Schadensursachen analysieren, ihre Produkte gezielt verbessern und allen gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

Um seine Kunden bestmöglich bei allen Fragen der Produktsicherheit zu unterstützen, engagiert sich der Prüfdienstleister zudem in verschiedenen Gremien der Fahrrad- und Pedelecbranche und entwickelt sein Prüf-Portfolio permanent weiter. Ein naheliegender und konsequenter Schritt in Richtung Rundum-Service: Neuerdings bietet Hermes Hansecontrol auch Sachverständigen-Dienstleistungen rund um das Thema Fahrrad und Pedelec an. Zu diesen Dienstleistungen gehören:

  • Gutachten zur Unfallrekonstruktion
  • Gutachten hinsichtlich Produkthaftpflicht
  • Schadensanalyse von Bauteilen/Baugruppen
  • Vergleichsprüfungen
  • Zeitwertermittlung
  • Gerichtsgutachten
  • Versicherungsgutachten

Weitere Gutachten auf Anfrage.

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Mit der Aufnahme dieser Stoffe in die Kandidatenliste ist eine Informationspflicht innerhalb der Lieferkette verbunden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt ein explizites Auskunftsrecht – das heißt: Hersteller, Lieferanten und Händler müssen offenlegen, ob in Erzeugnissen ein besonders besorgniserregender Stoff in einer Konzentration von über 0,1 Prozent enthalten ist.

Bei den sieben neuen Kandidatenstoffen handelt es sich um:

  • Chrysen und Benz[a]anthracen, zwei polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als Bestandteil oder Verunreinig anderer Substanzen vorkommen können;
  • die Schwermetallsalze Cadmiumnitrat (mögliche Verwendung unter anderem für die Herstellung von Glas-, Porzellan- und Keramikprodukten), Cadmiumhydroxid (mögliche Verwendung unter anderem für die Herstellung von elektrischen, elektronischen und optischen Geräten) sowie Cadmiumcarbonat (mögliche Verwendung unter anderem für Kosmetika und Körperpflegeprodukte);
  • das Flammschutzmittel Dechloran Plus TM (mögliche Verwendung in Kleb- und Dichtstoffen sowie in Bindemitteln);
  • ein Reaktionsprodukt aus 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion, formaldehyd und 4-Heptylphenol, welches als Zusatz in Schmierstoffen für Maschinen und Fahrzeuge verwendet wird.

Bisphenol A: gefährdend auch für Tiere

Außerdem wurde der Eintrag von Bisphenol A (BPA) aktualisiert. Dieser Stoff ist nicht mehr nur als fortpflanzungsgefährdend für den Menschen, sondern auch aufgrund seiner hormonellen Wirkungen auf Tiere als besonders besorgniserregend gelistet. Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt diese Entscheidung und wird prüfen, inwieweit die Verwendung von Bisphenol A für einen besseren Schutz der Umwelt zusätzlich beschränkt werden muss. Bisphenol A ist Ausgangsstoff für Polykarbonat-Kunststoffe sowie Epoxidharze. Der Stoff steckt in Alltagsprodukten wie Trinkflaschen, Konservendosen, DVDs, Lebensmittelverpackungen sowie Kassenzetteln aus Thermopapier und kann über verschiedene Wege in die Umwelt gelangen.

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Zum Schutz von Mensch und Umwelt empfiehlt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), weitere sieben besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern) in die REACh-Zulassungsliste aufzunehmen. Aufgrund ihrer Eigenschaften und der weit verbreitetenAnwendung gefährden die betreffenden Stoffe möglicherweise die menschliche Gesundheit oder die Umwelt. Einige von ihnen werden zwar derzeit in der EU nicht verwendet, könnten aber andere Stoffe ersetzen, die für die Zulassungsliste empfohlen werden oder bereits gelistet sind. Zwei der empfohlenen Stoffe besitzen fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften. Die anderen fünf haben persistente, bioakkumulierbare und toxische (PBT) und/oder sehr persistente und sehr bioakkumulierbare (vPvB) Eigenschaften.

Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme der Stoffe in die Zulassungsliste trifft die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament. Erst dann wird auch festgelegt, bis wann Unternehmen die Zulassung bei der ECHA beantragen müssen.

Die folgenden sieben Stoffe sind betroffen:

5-sec-Butyl-2-(2,4-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-5-methyl-1,3-dioxan [1], 5-sec-Butyl-2-(4,6-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-5-methyl-1,3-dioxan [2] [Die einzelnen [1] und [2] Stereoisomere und alle möglichen Kombinationen sind durch diesen Eintrag abgedeckt] Handelsname z.B. „Karanal"vPvBParfumbestandteil, Riechstoff
2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol (UV-328)PBT, vPvBUV-Stabilisator für verschiedene Kunststoffe
2,4-di-tert-butyl-6-(5-chlorobenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327)vPvBUV- Stabilisator, hauptsächlich eingesetzt für Kunststoffe, Gummi, Kleber und Kosmetika
2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)-phenol (UV-350)vPvBUV- Stabilisator, hauptsächlich eingesetzt für Lacke, Kunststoffe und Gummi
2-Benzotriazol-2-yl-4,6-di-tert-butylphenol (UV-320)PBT, vPvBUV-Stabilisator für verschiedene Kunststoffe
1,2-Benzoldicarbonsäureester, di-C6-10-alkyl ester; 1,2-Benzoldicarbonsäureester, gemischter decyl und hexyl und octyl diester mit ≥ 0.3% of Dihexylphthalat (EC No. 201-559-5)fortpflanzungsgefährdendWeichmacher in PVC und Klebern
1-Methyl-2-pyrrolidon (NMP)fortpflanzungsgefährdendLösungsmittel für Farben, Lacke, Reinigungsmittel

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Die Europäische Kommission hat unter der Notifizierungsnummer G/TBT/N/EU/538 einen Entwurf zur Änderung des Anhangs XVII der Chemikalienverordnung REACh veröffentlicht, der insbesondere Unternehmen der Textil- und Schuhbranche betrifft. In dem Entwurf werden neue Grenzwerte für zahlreiche Substanzen festgelegt, die in Kleidung inklusive Accessoires, weiteren Textilien mit Hautkontakt sowie in Schuhen zum Einsatz kommen (Ausnahmen sind aufgeführt). Zu den Substanzen zählen unter anderem Formaldehyd, bestimmte Schwermetalle wie Cadmium und Blei, ausgewählte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Vertreter der Phthalate wie DPP und DnHP.

Desweiteren sind in Zukunft diverse Rückstandschemikalien reglementiert, an die bereits durch NGOs wie Öko-Tex und CADS Anforderungen gestellt wurden. Beispiele hierfür sind Dimethylformamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP) und Chlorierte Toluole.

Die Verordnung soll im 3. Quartal 2018 veröffentlicht werden und 20 Tage später in Kraft treten. Es gilt eine Übergangsfrist von 24 Monaten.

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Die hohe Qualität von Möbeln sicherzustellen und für den Endverbraucher kenntlich zu machen: Dieses gemeinsame Ziel verbindet die Hansecontrol-Cert mit Hauptsitz in Hamburg und die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Seit Anfang 2018 ist die Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft nun auch offizielles DGM-Fördermitglied. Haushaltsgeräte und Möbel zählen zu den regelmäßig von den Experten kontrollierten und zertifizierten Produkten. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen als Prüfstelle des GS-Zeichens für „Geprüfte Sicherheit“ zugelassen und vergibt darüber hinaus auch private Prüfzeichen. Zu den Leistungen für die Möbelindustrie zählen unter anderem mechanische Sicherheits- und Dauerlaufprüfungen, Prüfungen mit physikalischen Messgrößen wie Kräften oder Geschwindigkeiten, chemische Analysen oder auch Sicherheitsprüfungen im Bereich der Elektronik, Textilphysik und Gebrauchstauglichkeit.

Freiwillige Einhaltung hoher Qualitätsstandards

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. ist ein Zusammenschluss von Möbelherstellern und fördernden Mitgliedern aus Zuliefer- und Montagebetrieben, Fachverbänden und unabhängigen Instituten. Seit 1963 verpflichten sich Möbelhersteller und Zulieferbetriebe freiwillig zur Einhaltung der insgesamt hohen DGM-Qualitätsstandards. Die Anforderungen leiten sich aus den Güte- und Prüfbestimmungen des „Goldenen M“, RAL-GZ 430, ab. Diese garantieren dem Nutzer von zertifizierten Möbeln Langlebigkeit und einwandfreie Funktion, Sicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit. All diese Faktoren werden in unabhängigen Laboren geprüft und sichergestellt. Inzwischen umfasst die DGM mehr als 115 Mitglieder aus dem In- und Ausland. Weitere Informationen gibt es hier.

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Die Produktion, Veredelung und Vermarktung von Textilien ist ein zunehmend komplexes Geschäft – und für die Verantwortlichen in Einkauf, Design, Qualitäts- und Produktentwicklung mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Einkaufsentscheidungen beispielsweise werden häufig aufgrund von Optik und Haptik getroffen. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Kundenerwartungen adäquat zu bedienen. Wer ein Verständnis für Trends, Innovationen und Fehlerquellen entwickeln und eigene Ideen verwirklichen möchte, braucht fundiertes textiles Basiswissen.

Eine besondere Rolle spielt – auch vor dem Hintergrund steigender gesetzlicher Anforderungen – die Textilveredelung. Im Seminar „Färben, Drucken, Ausrüsten – Grundlagen der Textilveredelung" am 11. und 12. April 2018 in Hamburg vermitteln die Experten von Hermes Hansecontrol wichtige Grundkenntnisse der Textilveredlung, die für Einkauf und Produktentwicklung entscheidend sind. Neben den unterschiedlichen Verfahren des Färbens und Bedruckens von Textilien lernen die Teilnehmer die Möglichkeiten mechanischer und chemischer Ausrüstung und die Grenzen des Machbaren kennen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im März 2018

In einem EU-weiten Projekt hat die europäische Chemikalienagentur ECHA mehr als 5.000 Produktkontrollen in 27 europäischen Ländern durchgeführt. Insgesamt entsprachen 18 Prozent der Stichproben nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Beschränkungen. Besonders besorgniserregend: der hohe Anteil an Weichmachern (Phthalaten) in Spielzeugen. So enthielten 20 Prozent der untersuchten Spielzeuge Bis(2-Ethylhexyl)phthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) oder Benzylbutylphthalat (BBP) in höheren Konzentrationen als zulässig. Außerdem wurden Cadmium in Lötfüllstoffen (14 Prozent) und Asbestfasern in gebrauchten Produkten wie zum Beispiel katalytischen Heizgeräten, Thermoskannen und Bremsbelägen (14 Prozent) nachgewiesen. Viele dieser Produkte waren vermutlich noch vor Inkrafttreten der Beschränkungen hergestellt worden. Weiterhin fanden die Inspektoren hohe Konzentrationen von Chrom VI in Lederartikeln (13 Prozent der getesteten Produkte) sowie Cadmium in Schmuck (12 Prozent).

Der Bericht zeigt erneut, wie wichtig es ist, dass die verantwortlichen Unternehmen entsprechende Informationen von ihren Lieferanten erhalten – und ihre Produkte im Zweifelsfall auch proaktiv testen lassen. Die Vollzugsbehörden werden die REACh-Beschränkungen auch weiterhin durchsetzen, indem sie weitere Produkte auf dem Markt analysieren. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfdienstleistern wie Hermes Hensecontrol können Hersteller, Händler und Inverkehrbringer Haftungsrisiken minimieren und finanzielle Schäden – beispielsweise durch einen Produktrückruf – vermeiden.

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Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen fast zur Standardausrüstung für das Spielen im eigenen Garten. Die damit verbundenen Risiken werden jedoch häufig unterschätzt. Um mögliche Verletzungen zu vermeiden, wurde die Norm DIN EN 71-14 „Trampoline für den häuslichen Gebrauch“ entwickelt – unter intensiver Mitarbeit des DIN-Verbraucherrats. Das Augenmerk der Verbraucher lag vor allem auf einer ausreichenden Kennzeichnung durch Warnhinweise am Trampolin. So sind nach der neuen Norm unter anderem folgende Warnhinweise gefordert:
  • Nur für den Hausgebrauch;
  • Maximal xx kg;
  • Beaufsichtigung durch einen Erwachsenen erforderlich;
  • Angabe, ob das Spielzeug für den Gebrauch im Innenbereich und/oder im Freien bestimmt ist;
  • Die Dauer der ununterbrochenen Benutzung begrenzen (regelmäßige Pausen einlegen);
  • Bei Starkwindbedingungen das Trampolin sichern und nicht benutzen;
  • Gebrauchsanleitung lesen;
  • Das Netz sollte jedes Jahr/alle (*) Jahre ersetzt werden. Zeitraum durch den Hersteller festzulegen.

Darüber hinaus enthält die Norm weitere Anforderungen, denen die Hersteller, Händler und Inverkehrbringer gerecht werden müssen. Unter anderem zählen dazu Vorgaben für die Standsicherheit, eine Mindestnetzhöhe, die maximale Durchbiegung des Sprungtuchs, die Dauerhaftigkeit der Materialien sowie Anforderungen für Fangstellen, scharfe Kanten und Spitzen. Mit der Veröffentlichung der DIN EN 71-14 wird nicht nur im nationalen, sondern auch im gesamten europäischen Wirtschaftsraum ein kleines Stück Verbraucherschutz mehr erreicht. Die Experten von Hermes Hansecontrol führen sämtliche erforderlichen Prüfungen durch und unterstützen die Unternehmen dabei, die Anforderungen des Marktes und des Gesetzgebers zu erfüllen. Bestimmte Bereiche sind dabei jedoch von der Norm ausgeschlossen:

  • Trampoline zum Gebrauch als Turngeräte, die in EN 13219 behandelt werden;
  • schwimmende aufblasbare Trampoline, die in Normenreihe EN 15649 behandelt werden;
  • Trampoline zum Gebrauch auf öffentlichen Spielplätzen;
  • Trampoline mit einstellbarer Neigung;
  • aufblasbare Trampoline;
  • Fitnesstrampoline, einschließlich Trampoline für medizinische Anwendungen;
  • Trampoline mit zusätzlichen Merkmalen, z. B. Zelte, Basketball-Ring;
  • ebenerdig eingegrabene Trampoline für den häuslichen Gebrauch.

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Die hohe Qualität von Möbeln sicherzustellen und für den Endverbraucher kenntlich zu machen: Dieses gemeinsame Ziel verbindet die Hansecontrol-Cert mit Hauptsitz in Hamburg und die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Seit Anfang 2018 ist die Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft nun auch offizielles DGM-Fördermitglied. Haushaltsgeräte und Möbel zählen zu den regelmäßig von den Experten kontrollierten und zertifizierten Produkten. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen als Prüfstelle des GS-Zeichens für „Geprüfte Sicherheit“ zugelassen und vergibt darüber hinaus auch private Prüfzeichen. Zu den Leistungen für die Möbelindustrie zählen unter anderem mechanische Sicherheits- und Dauerlaufprüfungen, Prüfungen mit physikalischen Messgrößen wie Kräften oder Geschwindigkeiten, chemische Analysen oder auch Sicherheitsprüfungen im Bereich der Elektronik, Textilphysik und Gebrauchstauglichkeit.

Freiwillige Einhaltung hoher Qualitätsstandards

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. ist ein Zusammenschluss von Möbelherstellern und fördernden Mitgliedern aus Zuliefer- und Montagebetrieben, Fachverbänden und unabhängigen Instituten. Seit 1963 verpflichten sich Möbelhersteller und Zulieferbetriebe freiwillig zur Einhaltung der insgesamt hohen DGM-Qualitätsstandards. Die Anforderungen leiten sich aus den Güte- und Prüfbestimmungen des „Goldenen M“, RAL-GZ 430, ab. Diese garantieren dem Nutzer von zertifizierten Möbeln Langlebigkeit und einwandfreie Funktion, Sicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit. All diese Faktoren werden in unabhängigen Laboren geprüft und sichergestellt. Inzwischen umfasst die DGM mehr als 115 Mitglieder aus dem In- und Ausland. Weitere Informationen gibt es hier.

Pressemitteilung der DGM

Die Pressemitteilung der DGM vom 11. Januar 2018 finden Sie hier.

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Verbraucherschutz hat oberste Priorität. Hersteller, Importeure und Händler sind daher verpflichtet, geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen anzuwenden. Ein funktionierendes Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil des geforderten Qualitätsmanagements – den gesetzlichen Rahmen für diese Verpflichtungen bildet das Produktsicherheitsgesetz.

Was können und sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche konkret tun, um sich abzusichern? Grundlage für ein effizientes Risikomanagement ist zunächst die Festlegung übergeordneter Ziele und Strategien. Unter anderem gilt es, produkt(gruppen)spezifische Kriterien zu bestimmen, nach denen die Risiken eingestuft und bewertet werden. Außerdem müssen die Methoden der Risikoermittlung, die Verantwortlichkeiten, die Bereitstellung von Ressourcen, die Wege der internen und externen Kommunikation sowie Fragen der erforderlichen Qualifikation geklärt werden.

In dem Seminar „Risikomanagement in der betrieblichen Praxis" am 19. Juni 2018 in Hamburg erfahren Sie, welche grundsätzlichen Verpflichtungen sich für Sie aus dem EU-Rechtsrahmen ergeben und wie Sie mögliche Haftungsrisiken minimieren können. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auch erörtert, wie Sie als Unternehmen Ihrer Dokumentationspflicht gerecht werden.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.


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