News-Archiv 2018

News im Juni 2018

Die Qualitätsanforderungen an Matratzen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. So lassen sich heutzutage uniforme Matratzenmodelle ohne Anpassung der Liegefläche an die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers fast nur noch im Billigsegment finden. Allgemein gilt: Je genauer die Einteilung einer Matratze in unterschiedliche Härtegrad-Zonen, desto besser ist der jeweilige Liegekomfort. Einheitliche Standards für die Ermittlung, Deklaration und Überprüfung der Härtegrade gab es bislang jedoch nicht.

Einen ersten Vorstoß hat nun der Arbeitsausschuss NA 042-05-14 AA „Betten und Matratzen“ (DIN-Normenausschuss Holzwirtschaft und Möbel) gewagt und im Januar 2018 die DIN SPEC 68200 veröffentlicht. Diese Norm setzt sich intensiv mit den funktionellen Eigenschaften von Zonenmatratzen und zonierten Liegesystemen auseinander. Im sogenannten Traversenverfahren lässt man danach eine Vielzahl von autonom wirkenden, kleineren Druckstempeln im Abstand von jeweils 100 mm unter Last in die zu prüfende Matratze einsinken. Anhand der unterschiedlichen Eindrucktiefen der Druckstempel kann anschließend der Verlauf des Zonierungsprofils und des Härtegrades über die gesamte Liegefläche hinweg ausgewertet werden.

Hermes Hansecontrol hat auf Basis dieser Norm ein eigenes, dreistufiges Prüfprogramm für zonierte Matratzen und Liegesysteme nach dem neuestem Stand der Technik entwickelt:

Hansecontrol-Prüfprogramm „Qualitätsprüfungen an Matratzen“

  • Prüflevel 1:Ermittlung des Zonierungsprofils nach DIN SPEC 68200:2018-01 einer Matratze oder eines zonierten Liegesystems im Neuzustand;
  • Prüflevel 2: Zusätzlich zu Prüflevel 1 erfolgt die komplette künstlich herbeigeführte Alterung der Matratze gemäß DIN EN 1957:2013-01 inklusive dynamischer Dauerbelastungsprüfung (30.000 Bewalzungsgänge) mit anschließender erneuter Beurteilung des möglicherweise veränderten Zonierungsprofils;
  • Prüflevel 3: Hansecontrol „Fit-For-Use“-Qualitätsprüfung inklusive Gebrauchstauglichkeitszertifikat und Prüfzeichen. Als Bewertungsgrundlage dienen die genannten Normprüfungen gemäß Prüflevel 2, welche durch Hansecontrol-Hausmethoden, beispielsweise Probandenversuche, sinnvoll ergänzt werden.

„All-In“-Paket für Liegesysteme

Mit dem neuen Hansecontrol Prüfprogramm, insbesondere für zonierte Matratzen, erweitert Hermes Hansecontrol den bereits bestehenden Hardlines-Scope und kann seinen Kunden nun ein umfassendes „All-In“-Paket für Liegesysteme anbieten.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Customer Competence Center unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 6124 bzw. senden Sie uns eine E-Mail.

Gemeinsam neue Märkte erschließen und das Serviceangebot für die Konsumgüterbranche weiter verbessern: Dies ist das Ziel einer exklusiven Kooperation von Hermes Hansecontrol mit dem international renommierten Prüfdienstleister Modern Testing Services. MTS global verfügt über 20 Standorte in 17 Ländern und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter. Das Flaggschiff-Labor des inhabergeführten Unternehmens mit Hauptsitz in Hongkong befindet sich im chinesischen Dongguan. Es bietet umfassende Möglichkeiten für Produkttests, unter anderem für Möbel, Haushaltsartikel, Schmuck und Spielzeug.

Am 1. Juni 2018 fiel der offizielle Startschuss für die strategische Partnerschaft, mit der Hermes Hansecontrol seine internationale Ausrichtung unterstreicht. Künftig wollen die beiden Unternehmen gezielt Synergien nutzen, um ihr globales Netzwerk auszubauen, den Prüfumfang zu erweitern und durchgängig den Zugriff auf hohe Kompetenz zu gewährleisten. Die neue Allianz ermöglicht es Hermes Hansecontrol, über die Labore von MTS weitere globale Standorte abzudecken, ohne eigene neue Labore zu eröffnen – unter anderem in den USA, Bangladesch, der Türkei , Kambodscha, Indonesien, Thailand und Vietnam. MTS wiederum gewinnt Zugang zu Kunden in der DACH-Region, Benelux Ländern und Skandinavien.

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Hohe Funktionalität – niedrige Kosten: Kunststoffe sind im Alltagsleben allgegenwärtig und werden zunehmend in kurzlebigen Einweg-Produkten eingesetzt. Für die Umwelt stellt dies eine immer größere Belastung dar; allein in den Weltmeeren schwimmen heute Millionen Tonnen Plastikmüll. Im Rahmen ihrer Kunststoffstrategie hat die Europäische Kommission nun einen Richtlinien-Entwurf zur Verringerung von Abfällen durch Kunststoff-Einwegartikel veröffentlicht.

Die neue Richtlinie betrifft vor allem Plastikartikel mit Lebensmittelkontakt, aber auch Hygieneartikel, Luftballons, Tabakprodukte und Kunststofftragetaschen. Die Mitgliedsstaaten werden darin verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Verbrauch von Lebensmittelverpackungen und Trinkbechern zu vermindern. Des Weiteren soll das Inverkehrbringen bestimmter Einwegkunststoffartikel komplett verboten werden. Hierunter fallen Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe.

Auch durch Anforderungen an das Produktdesign soll die Abfallflut eingedämmt werden. So dürfen Getränkebehälter mit Deckeln und Verschlüssen aus Kunststoff künftig nur in Verkehr gebracht werden, wenn diese Verschlüsse während der Verwendungsdauer am Behälter befestigt bleiben. Hygieneartikel wie Tampons oder Feuchttücher und Luftballons müssen mit Verbraucherinformationen versehen werden, die unter anderem Entsorgungsempfehlungen und Hinweise auf den Kunststoffgehalt geben.

Bis 2025 sollen die EU-Mitgliedsstaaten 90 Prozent der entstehenden Abfälle durch Einwegkunststoffartikel getrennt sammeln. Geplant ist die Einführung von Systemen mit erweiterter Produzentenverantwortung, bei denen die Hersteller die Kosten für die Sammlung und Weiterbearbeitung von Abfällen tragen.

Kommentare und Anmerkungen zum Entwurf können bis zum 24. Juli 2018 bei der Europäischen Kommission eingereicht werden.

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Die zehnjährige Registrierungsfrist für Altstoffe (sog. „Phase-in“-Stoffe) im Rahmen der Chemikalienverordnung REACh ist Ende Mai 2018 abgelaufen. Insgesamt haben 13.620 europäische Unternehmen der Europäischen Chemikalienagentur ECHA in fast 90.000 Registrierungsdossiers Informationen für 21.551 Chemikalien übermittelt. Nach eigenen Angaben verwaltet die ECHA nun die weltweit größte öffentliche Datenbank für Chemikalien – eine Grundlage für den Schutz von Menschen und Umwelt vor den damit verbundenen Risiken.

Was bedeutet das Ende der Frist für Unternehmen der Konsumgüterindustrie? Seit dem 1. Juni 2018 dürfen Stoffe, die nicht registriert wurden, in der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nicht mehr vermarktet werden – Stichwort „No data – No market“. Beabsichtigen Unternehmen jetzt, Stoffe oder Gemische mit mehr als einer Tonne pro Jahr in der EU erstmalig herzustellen oder in die EU zu importieren, müssen sie die Bestandteile vor der Herstellung bzw. vor dem Import registrieren. Zu Gemischen zählen zum Beispiel Reinigungs- und Pflegemittel wie Waschpulver, Spülmittel, Möbelpolitur und Schuhcreme, aber auch Farben, Tinten, Klebstoffe sowie Kerzen und Trockenmittel. Die Regelung gilt ebenfalls für Stoffe, die mit Absicht aus Erzeugnissen freigesetzt werden, wie etwa Duftstoffe aus parfümierten Artikeln wie Toilettenpapier.

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Das Schwermetall Chrom VI ist hochgiftig, kann allergische Reaktionen auslösen und gilt als krebserregend. Insbesondere für Spielzeuge gelten daher strenge Richtlinien. Da kleine Kinder Spielzeuge in den Mund nehmen, darauf kauen oder auch Kleinteile verschlucken können, besteht die Gefahr, dass sie über die Produkte freigesetztes Chrom VI aufnehmen.

Derzeit gilt laut Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG ein Grenzwert für Chrom VI in abgeschabten Spielzeugmaterialien wie Farben, harten und weichen Polymeren, Holz und Textilien ein Grenzwert von 0,2 mg/kg. Dieser Wert beruht auf einer praktisch sicheren Dosis von 0,0053 μg Chrom VI je kg Körpergewicht, die vom Amt für die Bewertung umweltbedingter Gesundheitsgefährdungen (Office of Environmental Health Hazard Assessment, OEHHA) der kalifornischen Umweltschutzbehörde vorgeschlagen wurde.

In neuesten Studien wurde die als sicher einzuschätzende Dosis jedoch reduziert. Mit der Richtlinie 2018/725 wird daher nun auch der Grenzwert für Chrom VI in abgeschabten Spielzeugmaterialien herabgesetzt: von derzeit 0,2 mg/kg auf 0,053 mg/kg. Dies entspricht der geringsten Konzentration, die sich mit dem Prüfverfahren der Norm EN 71-3:2013+A1:2014 verlässlich nachweisen lässt.

Das Europäische Komitee für Normung (CEN) überprüft derzeit das Testverfahren der Norm EN 71-3. Ein überarbeitetes Prüfverfahren, das die Messung von Konzentrationen bis zu 0,0025 mg/kg erlaubt, dürfte bald zur Verfügung stehen. Dann wäre es möglich, die Grenzwerte für Chrom VI in abgeschabten Spielzeugmaterialien weiter zu verschärfen.

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Es blinkt und leuchtet immer häufiger an Jacken, Schuhen und Accessoires. Bekleidungstextilien und Schuhe mit elektrischen Komponenten sind überall auf dem Vormarsch und schaffen neue Kaufanreize – funktionell aufgewertet durch LED-Lichter oder integrierte Heizmodule. Die klassische Modewirtschaft betritt damit neues Terrain und muss sich mit Anforderungen aus dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) auseinandersetzen. Weitere Herausforderungen ergeben sich zudem ab 2019 aus dem neuen Verpackungsgesetz.

In unserem Seminar „Bekleidung und Schuhe mit elektrischen Komponenten" am 16. Juli 2018 wollen wir Ihnen die relevanten Rechtsvorschriften für Bekleidung mit elektrischen Komponenten vorstellen. Die Teilnehmer erkennen, welche Anforderungen für die eigenen Produkte erfüllt werden müssen und welche Schritte für eine CE-Konformitätsbewertung notwendig sind.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im Mai 2018

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten in Deutschland. Am 15. August 2018 tritt nun der sogenannte offenen Anwendungsbereich („Open Scope") des ElektroG in Kraft. Das bedeutet: Sämtliche elektrischen oder elektronischen Geräte fallen künftig unter das Gesetz, sofern sie nicht ausdrücklich davon ausgenommen sind. Von der Neuregelung betroffen sind beispielsweise Möbel mit elektrisch verstellbaren Elementen oder integrierter Beleuchtung sowie Bekleidung, die mit elektrischen Funktionen ausgestatt ist. Auch diese Produkte werden ab August registrierungs- und gebührenpflichtig und sind aufgrund der gesonderten Entsorgung entsprechend zu kennzeichnen.

Zeitgleich werden die entsprechenden Produktkategorien von zehn auf sechs reduziert, um Herstellern und Inverkehrbringern die Zuordnung ihrer jeweiligen Waren zu erleichtern. Zu unterscheiden sind folgende Kategorien:

  • Wärmeüberträger;
  • Bildschirme, Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 cm2 enthalten;
  • Lampen;
  • Geräte, bei denen mindestens eine der äußeren Abmessungen mehr als 50 cm beträgt (Großgeräte);
  • Geräte, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 cm beträgt (Kleingeräte);
  • Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 cm beträgt.

Hersteller, Inverkehrbringer, Bevollmächtigte oder Vertreiber solcher Produkte im Sinne des ElektroG §3 Nr. 9 bis Nr. 11 müssen sich ab Mai 2018 bei der stiftung elektro-altgeräte register (stiftung ear) anmelden. Erfolgt dies nicht fristgerecht, drohen Abmahnungen und hohe Bußgelder. Registrierte Mitglieder sind anschließend verpflichtet, eine monatliche bzw. jährliche Mengenmitteilung ihrer in Verkehr gebrachten Produkte abzugeben. Die Kosten für eine spätere Entsorgung der Altgeräte müssen dabei in den meisten Fällen die Hersteller oder Inverkehrbringer tragen.

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Um insbesondere Kinder besser vor der Aufnahme von Blei zu schützen, hat Kanada die entsprechenden Verordnungen für Verbraucherprodukte und Kinderschmuck überarbeitet. Am 2. Mai 2018 wurden in der Canada Gazette, Part II, die Neufassungen der „Children’s Jewellery Regulations“ (SOR/2018-82) sowie der „Consumer Products Containing Lead Regulations“ (SOR/2018-83) veröffentlicht.

Die Anforderungen an Kinderschmuck werden dadurch verschärft. Bisher war ein Blei-Gesamtgehalt von 600 mg/kg erlaubt, von dem nicht mehr als 90 mg/kg Blei migrierbar sein durfte. Mit der Neufassung darf Schmuck für Kinder generell nicht mehr als 90 mg/kg Blei enthalten. Eine Migration ist nicht mehr vorgesehen. Darüber hinaus wird nun auch Cadmium beschränkt. Abreißbare Kleinteile dürfen nicht mehr als 130 mg/kg Cadmium enthalten.

In der Neufassung der Verordnung über Blei in Verbraucherprodukten liegt der Grenzwert unverändert bei 90 mg/kg. Ein höherer Bleigehalt ist erlaubt, sofern eine Migration von nicht mehr als 90 mg/kg eingehalten wird. Neu ist, dass diese Regelung künftig auch für die folgenden Anwendungsbereiche gilt:

  • Produkte, die bei normaler Verwendung Kontakt mit dem Mund haben, mit Ausnahme von Küchenutensilien und Artikeln, die bereits unter die Verordnung über Glas und Keramik fallen;
  • Bekleidung und Bekleidungszubehör für Kinder unter 14 Jahren;
  • Produkte, die zum Lernen oder Spielen für Kinder unter 14 Jahren vorgesehen sind;
  • Bücher oder ähnliche Druckwaren, die für Kinder unter 14 Jahren bestimmt sind, mit Ausnahme von bedrucktem Papier oder Pappe, und auf konventionelle Art hergestellte Druckwaren;
  • Kinderartikel, die für Entspannung, Schlaf, Hygiene, Tragen oder Transport von Kindern unter 4 Jahren bestimmt sind.

Die Verordnungen treten 6 Monate nach der Veröffentlichung in Kraft.

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Methanol ist eine der meisthergestellten organischen Chemikalien und kommt sowohl in der Energiegewinnung als auch bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte zum Einsatz – zum Beispiel wird der Alkohol als Zusatz in Scheibenwaschflüssigkeiten und Scheibenfrostschutzmitteln, insbesondere im europäischen Ausland, verwendet.

Um Methanolvergiftungen zu vermeiden, wurde die Substanz jetzt in den Anhang XVII der REACh-Verordnung aufgenommen. Das bedeutet: Für Methanol in den genannten Produkten gilt ab dem 9. Mai 2019 ein Grenzwert von 0,6 Gewichtsprozent.

Ebenfalls aufgenommen wurde N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP). Der Stoff kommt als Lösungsmittel etwa in Klebstoffen, bei der Herstellung von Polymeren oder in Wasch- und Reinigungsmitteln zum Einsatz. Aufgrund ihrer Reproduktionstoxizität steht die Chemikalie bereits seit 2011 auf der Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC). Mit der Aufnahme in Anhang XVII der REACh-Verordnung darf NMP ab dem 9. Mai 2020 nicht mehr als Stoff oder in Gemischen in Konzentrationen von 0,3 Prozent oder mehr in Verkehr gebracht, hergestellt oder verwendet werden. Erzeugnisse sind vom neuen Eintrag in Anhang XVII nicht betroffen.

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Die Europäische Kommission hat permanent Substanzen im Visier, die eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen könnten. Jetzt wurden Trimellitsäure Anhydrid (TMA) und Dicyclohexylphthalat (DCHP) als besonders besorgniserregende Stoffe identifiziert. Das bedeutet, dass diese Stoffe mit der nächsten Aktualisierung Ende Juni/Anfang Juli 2018 in die SVHC-Kandidatenliste aufgenommen werden.

TMA wird hauptsächlich für die Synthese von Weichmachern für PVC-Harze sowie in geringeren Mengen in Emaillen für Leitungs- und Kabelisolierungen und in Polyesterharzen für Pulverbeschichtungen verwendet. TMA reagiert nahezu vollständig in den Polymerisationsprozessen und ist nicht in fertigen Produkten enthalten. Ein möglicher Rest von TMA würde außerdem sehr schnell mit Luftfeuchtigkeit reagieren, so dass TMA in Erzeugnissen nicht vorkommt und eine Exposition für Verbraucher nicht erwartet wird.

DCHP wird als Weichmacher z.B. in PVC und Plastisolen verwendet und kann in Artikeln wie Kunststofferzeugnissen und Bekleidung vorkommen.

Die beiden Substanzen wurden schon 2016 als SVHC vorgeschlagen, jedoch waren die entsprechenden Begründungen vom Ausschuss der Mitgliedstaaten nicht einstimmig angenommen worden. Die ECHA hatte daraufhin die Entscheidung an die Kommission verwiesen.

Die Europäische Kommission hat permanent Substanzen im Visier, die eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen könnten. Jetzt wurden Trimellitsäure Anhydrid (TMA) und Dicyclohexylphthalat (DCHP) als besonders besorgniserregende Stoffe identifiziert. Das bedeutet, dass diese Stoffe mit der nächsten Aktualisierung Ende Juni/Anfang Juli 2018 in die SVHC-Kandidatenliste aufgenommen werden.

TMA wird hauptsächlich für die Synthese von Weichmachern für PVC-Harze sowie in geringeren Mengen in Emaillen für Leitungs- und Kabelisolierungen und in Polyesterharzen für Pulverbeschichtungen verwendet. TMA reagiert nahezu vollständig in den Polymerisationsprozessen und ist nicht in fertigen Produkten enthalten. Ein möglicher Rest von TMA würde außerdem sehr schnell mit Luftfeuchtigkeit reagieren, so dass TMA in Erzeugnissen nicht vorkommt und eine Exposition für Verbraucher nicht erwartet wird.

DCHP wird als Weichmacher z.B. in PVC und Plastisolen verwendet und kann in Artikeln wie Kunststofferzeugnissen und Bekleidung vorkommen.

Die beiden Substanzen wurden schon 2016 als SVHC vorgeschlagen, jedoch waren die entsprechenden Begründungen vom Ausschuss der Mitgliedstaaten nicht einstimmig angenommen worden. Die ECHA hatte daraufhin die Entscheidung an die Kommission verwiesen.

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Strickartikel sind fester Bestandteil fast aller Bekleidungssortimente. Durch ihre besondere Herstellungstechnik haben die Maschenwaren völlig andere Eigenschaften als Gewebe. So eröffnen sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für modische und funktionelle Anwendungsbereiche, insbesondere für körpernah getragene Kleidung.

Im Rahmen des Seminars „Textiltraining spezial: Flachstrick" am 7. Juni 2018 in Hamburg vermitteln die Experten von Hermes Hansecontrol Kenntnisse der typischen Eigenschaften und Besonderheiten der Flachstricktechnik. Anhand von Produktbeispielen geben sie einen Überblick über die spezifischen Charakteristika der jeweiligen Strickarten und -musterungen. An der Strickmaschine werden zudem die qualitätsrelevanten Aspekte verdeutlicht. Die Teilnehmer begutachten verschiedene Fertigteile und diskutieren die Möglichkeiten der Konfektionierung mit ihren Vor- und Nachteilen. Somit erhalten sie das notwendige Know-how, um Strickartikel qualitativ beurteilen zu können.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im April 2018

In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens kommen Verbraucher mit Chemikalien in Berührung. Um sie gezielt über Nutzen und Risiken der Verwendung von Chemikalien zu informieren, hat die europäische Chemikalienagentur ECHA im März 2018 die Website „Chemikalien im Alltag“ ins Leben gerufen. Das Online-Angebot ist in 23 EU-Sprachen verfügbar. Neben aktuellen Themen wie Tätowierfarben, Glyphosphat und Nanomaterialien findet die interessierte Öffentlichkeit beispielsweise auch Informationen über Chemikalien in Kleidung, Textilien und Kunststoffprodukten. In der Rubrik „Hinweise und Tipps“ werden die Verbraucher zudem ausdrücklich auf ihr Informationsrecht zu besonders besorgnis erregenden Stoffen (SVHC) nach der REACh-Verordnung hingewiesen. Das Recht des Verbrauchers, Lieferanten Fragen zu stellen, gilt für Konsumgüter wie Textilien, Möbel, Schuhe, Sportausrüstungen, Spielzeuge und Elektronikgeräte.

Das neue Verbraucherportal zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, dass die verantwortlichen Unternehmen entsprechende Informationen von ihren Lieferanten erhalten – und ihre Produkte im Zweifelsfall auch proaktiv testen lassen. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfdienstleistern wie Hermes Hansecontrol können Hersteller, Händler und Inverkehrbringer Haftungsrisiken minimieren und finanzielle Schäden – beispielsweise durch einen Produktrückruf – vermeiden.

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Als persistente organische Schadstoffe (Persistent Organic Pollutants, POPs) werden chemische Verbindungen bezeichnet, die in der Umwelt nur langsam abgebaut werden. Mit der Verordnung (EG) Nr. 850/2004 (POP-Verordnung) wurden die Verpflichtungen aus dem Stockholmer Übereinkommen zur Einschränkung der Produktion, Verwendung und Freisetzung von POPs umgesetzt. Außerdem floss der Beschluss zum Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung durch POPs mit ein.

In den vergangenen Jahren wurde die POP-Verordnung mehrfach erheblich geändert. Hinzu kommt, dass die Vertragsparteien des Stockholmer Übereinkommens auf ihrer Konferenz im Jahr 2015 weitreichende Änderungen der Anlagen beschlossen haben. Dies erfordert auch Aktualisierungen in den Anhängen der POP-Verordnung. Um angesichts der zahlreichen Änderungen Klarheit zu schaffen, wird nun eine komplette Neufassung der Verordnung angestrebt. Ende März 2018 hat die EU-Kommission einen neu gefassten Vorschlag eingereicht.

Für Unternehmen der Konsumgüterbranche ist insbesondere ein neuer Eintrag in Anhang I der POP-Verordnung relevant, der den chlorierten Kohlenwasserstoff Pentachlorphenol sowie seine Salze und Ester umfasst. Bisher ist Pentachlorphenol, das unter anderem in Holzschutzmitteln zum Einsatz kommt, auf EU-Ebene lediglich als Stoff und in Gemischen beschränkt. Für Erzeugnisse gelten zurzeit nur nationale Anforderungen wie etwa die deutsche Chemikalien-Verbotsverordnung. Mit der Neufassung wird Pentachlorphenol erstmals EU-weit in Verbraucherprodukten beschränkt.

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Als Weichmacher in Kunststoffen, Kosmetika, Medikamenten oder Spielzeug sind Phthalate nahezu allgegenwärtig. Sie können beispielsweise über die Nahrung sowie durch das Einatmen von Luft und Staub in Innenräumen aufgenommen werden oder auch direkt über die Haut ins Blut gelangen. Um Risiken für die menschliche Gesundheit zu vermeiden, soll die Verwendung von Phthalaten weiter beschränkt werden. Unter der Notifizierungsnummer G/TBT/N/EU/564 hat die EU-Kommission einen entsprechenden Entwurf zur Änderung der Chemikalienverordnung REACh veröffentlicht.

Neu geregelt werden die Phthalate Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP) und Diisobutylphthalat (DIBP), die als reproduktionstoxisch eingestuft sind. DIBP wird genau wie die Phthalate DEHP, DBP und BBP für weichgemachtes Material in Spielzeug und Childcare-Artikeln in den Anhang XVII der REACh-VO aufgenommen. Zudem sollen auch Verbraucherprodukte im Allgemeinen, die weichgemachten Materialien enthalten, vom Eintrag 51 in diesem Anhang erfasst werden. „Weichgemachte Materialien“ werden dabei genauer definiert (Beispiele: PVC, PVA und andere Polymere, ausgenommen Polyolefine; Gummi, ausgenommen Silikon-Gummi; Schäume; Überzüge; Druckfarben). Zudem sollen bestimmte Ausnahmen gelten.

Kommentare zu dem Entwurf können noch bis zum 27. Mai dieses Jahres abgegeben werden. Die Verordnung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht.

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Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung gehören für Hermes Hansecontrol zur Unternehmenskultur. Ein aktuelles Beispiel für das soziale Engagement: Im April startet der Prüfdienstleister eine dreijährige Kooperation mit der Fußballschule Michael Rummenigge und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Sportförderung von Kindern. Neben klassischen Sponsoringaktivitäten beinhaltet die Kooperation auch die Zertifizierung von Trikots, Hosen und Stutzen für die Teilnehmer. Gerade für Kinder kann bereits eine geringe Schadstoffbelastung schwerwiegende Folgen haben.

Als Experte für zertifizierte Sicherheit setzt sich Hermes Hansecontrol für eine sichere und schadstofffreie Sportbekleidung ein – damit knüpft das Unternehmen wiederum an das Kerngeschäft an und kann die Bekanntheit des eigenen Prüfzeichens erhöhen. Das Trikot für die Fußballschulsaison 2018 wurde bereits erfolgreich zertifiziert und darf nun das begehrte Hansecontrol-Prüfzeichen tragen, das die Schadstofffreiheit belegt.

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Funktionsbekleidung ist längst nicht mehr nur im Extremsport zu finden. Viele Endverbraucher stellen individuell geprägte Anforderungen an ihre Bekleidung; daraus ergibt sich breites Spektrum an Funktionen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Im beruflichen Alltag, in der Freizeit oder beim aktiven Sport soll die Bekleidung unter anderem das Temperaturmanagement des Körpers unterstützen, dabei nicht einengen und eine ausreichende Strapazierfähigkeit gewährleisten. Durch unterschiedliche Materialien, spezielle Veredelungsverfahren und durchdachte Konstruktionen können verschiedene Funktionen realisiert und sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Im Rahmen unseres Seminars „Funktionstextilien und -bekleidung" am 23. Mai 2018 in Hamburg stellen wir die grundlegenden Funktionen vor und vermitteln Ihnen wichtige textiltechnologische Grundlagen für die Umsetzung. Textilphysikalische Messverfahren und Kenngrößen für die Beurteilung der Funktionen werden ebenso betrachtet wie der technische Aufbau von Funktionsbekleidung und die chemische Ausrüstung.

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News im März 2018

In einem EU-weiten Projekt hat die europäische Chemikalienagentur ECHA mehr als 5.000 Produktkontrollen in 27 europäischen Ländern durchgeführt. Insgesamt entsprachen 18 Prozent der Stichproben nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Beschränkungen. Besonders besorgniserregend: der hohe Anteil an Weichmachern (Phthalaten) in Spielzeugen. So enthielten 20 Prozent der untersuchten Spielzeuge Bis(2-Ethylhexyl)phthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) oder Benzylbutylphthalat (BBP) in höheren Konzentrationen als zulässig. Außerdem wurden Cadmium in Lötfüllstoffen (14 Prozent) und Asbestfasern in gebrauchten Produkten wie zum Beispiel katalytischen Heizgeräten, Thermoskannen und Bremsbelägen (14 Prozent) nachgewiesen. Viele dieser Produkte waren vermutlich noch vor Inkrafttreten der Beschränkungen hergestellt worden. Weiterhin fanden die Inspektoren hohe Konzentrationen von Chrom VI in Lederartikeln (13 Prozent der getesteten Produkte) sowie Cadmium in Schmuck (12 Prozent).

Der Bericht zeigt erneut, wie wichtig es ist, dass die verantwortlichen Unternehmen entsprechende Informationen von ihren Lieferanten erhalten – und ihre Produkte im Zweifelsfall auch proaktiv testen lassen. Die Vollzugsbehörden werden die REACh-Beschränkungen auch weiterhin durchsetzen, indem sie weitere Produkte auf dem Markt analysieren. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfdienstleistern wie Hermes Hensecontrol können Hersteller, Händler und Inverkehrbringer Haftungsrisiken minimieren und finanzielle Schäden – beispielsweise durch einen Produktrückruf – vermeiden.

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Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen fast zur Standardausrüstung für das Spielen im eigenen Garten. Die damit verbundenen Risiken werden jedoch häufig unterschätzt. Um mögliche Verletzungen zu vermeiden, wurde die Norm DIN EN 71-14 „Trampoline für den häuslichen Gebrauch“ entwickelt – unter intensiver Mitarbeit des DIN-Verbraucherrats. Das Augenmerk der Verbraucher lag vor allem auf einer ausreichenden Kennzeichnung durch Warnhinweise am Trampolin. So sind nach der neuen Norm unter anderem folgende Warnhinweise gefordert:
  • Nur für den Hausgebrauch;
  • Maximal xx kg;
  • Beaufsichtigung durch einen Erwachsenen erforderlich;
  • Angabe, ob das Spielzeug für den Gebrauch im Innenbereich und/oder im Freien bestimmt ist;
  • Die Dauer der ununterbrochenen Benutzung begrenzen (regelmäßige Pausen einlegen);
  • Bei Starkwindbedingungen das Trampolin sichern und nicht benutzen;
  • Gebrauchsanleitung lesen;
  • Das Netz sollte jedes Jahr/alle (*) Jahre ersetzt werden. Zeitraum durch den Hersteller festzulegen.

Darüber hinaus enthält die Norm weitere Anforderungen, denen die Hersteller, Händler und Inverkehrbringer gerecht werden müssen. Unter anderem zählen dazu Vorgaben für die Standsicherheit, eine Mindestnetzhöhe, die maximale Durchbiegung des Sprungtuchs, die Dauerhaftigkeit der Materialien sowie Anforderungen für Fangstellen, scharfe Kanten und Spitzen. Mit der Veröffentlichung der DIN EN 71-14 wird nicht nur im nationalen, sondern auch im gesamten europäischen Wirtschaftsraum ein kleines Stück Verbraucherschutz mehr erreicht. Die Experten von Hermes Hansecontrol führen sämtliche erforderlichen Prüfungen durch und unterstützen die Unternehmen dabei, die Anforderungen des Marktes und des Gesetzgebers zu erfüllen. Bestimmte Bereiche sind dabei jedoch von der Norm ausgeschlossen:

  • Trampoline zum Gebrauch als Turngeräte, die in EN 13219 behandelt werden;
  • schwimmende aufblasbare Trampoline, die in Normenreihe EN 15649 behandelt werden;
  • Trampoline zum Gebrauch auf öffentlichen Spielplätzen;
  • Trampoline mit einstellbarer Neigung;
  • aufblasbare Trampoline;
  • Fitnesstrampoline, einschließlich Trampoline für medizinische Anwendungen;
  • Trampoline mit zusätzlichen Merkmalen, z. B. Zelte, Basketball-Ring;
  • ebenerdig eingegrabene Trampoline für den häuslichen Gebrauch.

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Die hohe Qualität von Möbeln sicherzustellen und für den Endverbraucher kenntlich zu machen: Dieses gemeinsame Ziel verbindet die Hansecontrol-Cert mit Hauptsitz in Hamburg und die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Seit Anfang 2018 ist die Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft nun auch offizielles DGM-Fördermitglied. Haushaltsgeräte und Möbel zählen zu den regelmäßig von den Experten kontrollierten und zertifizierten Produkten. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen als Prüfstelle des GS-Zeichens für „Geprüfte Sicherheit“ zugelassen und vergibt darüber hinaus auch private Prüfzeichen. Zu den Leistungen für die Möbelindustrie zählen unter anderem mechanische Sicherheits- und Dauerlaufprüfungen, Prüfungen mit physikalischen Messgrößen wie Kräften oder Geschwindigkeiten, chemische Analysen oder auch Sicherheitsprüfungen im Bereich der Elektronik, Textilphysik und Gebrauchstauglichkeit.

Freiwillige Einhaltung hoher Qualitätsstandards

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. ist ein Zusammenschluss von Möbelherstellern und fördernden Mitgliedern aus Zuliefer- und Montagebetrieben, Fachverbänden und unabhängigen Instituten. Seit 1963 verpflichten sich Möbelhersteller und Zulieferbetriebe freiwillig zur Einhaltung der insgesamt hohen DGM-Qualitätsstandards. Die Anforderungen leiten sich aus den Güte- und Prüfbestimmungen des „Goldenen M“, RAL-GZ 430, ab. Diese garantieren dem Nutzer von zertifizierten Möbeln Langlebigkeit und einwandfreie Funktion, Sicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit. All diese Faktoren werden in unabhängigen Laboren geprüft und sichergestellt. Inzwischen umfasst die DGM mehr als 115 Mitglieder aus dem In- und Ausland. Weitere Informationen gibt es hier.

Pressemitteilung der DGM

Die Pressemitteilung der DGM vom 11. Januar 2018 finden Sie hier.

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Verbraucherschutz hat oberste Priorität. Hersteller, Importeure und Händler sind daher verpflichtet, geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen anzuwenden. Ein funktionierendes Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil des geforderten Qualitätsmanagements – den gesetzlichen Rahmen für diese Verpflichtungen bildet das Produktsicherheitsgesetz.

Was können und sollten Unternehmen der Konsumgüterbranche konkret tun, um sich abzusichern? Grundlage für ein effizientes Risikomanagement ist zunächst die Festlegung übergeordneter Ziele und Strategien. Unter anderem gilt es, produkt(gruppen)spezifische Kriterien zu bestimmen, nach denen die Risiken eingestuft und bewertet werden. Außerdem müssen die Methoden der Risikoermittlung, die Verantwortlichkeiten, die Bereitstellung von Ressourcen, die Wege der internen und externen Kommunikation sowie Fragen der erforderlichen Qualifikation geklärt werden.

In dem Seminar „Risikomanagement in der betrieblichen Praxis" am 19. Juni 2018 in Hamburg erfahren Sie, welche grundsätzlichen Verpflichtungen sich für Sie aus dem EU-Rechtsrahmen ergeben und wie Sie mögliche Haftungsrisiken minimieren können. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auch erörtert, wie Sie als Unternehmen Ihrer Dokumentationspflicht gerecht werden.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im Februar 2018

Hermes Hansecontrol verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Fahrradsicherheit und gehört aufgrund seiner umfangreichen Expertise auch bei der anspruchsvollen Qualitätsprüfung von Pedelecs zu den gefragten Ansprechpartnern. Alle Prüfergebnisse werden für die Kunden aufbereitet und auf sachlich fundierte, aber auch für Laien verständliche Weise kommuniziert. Auf dieser Grundlage können die Unternehmen Fehler und Schadensursachen analysieren, ihre Produkte gezielt verbessern und allen gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

Um seine Kunden bestmöglich bei allen Fragen der Produktsicherheit zu unterstützen, engagiert sich der Prüfdienstleister zudem in verschiedenen Gremien der Fahrrad- und Pedelecbranche und entwickelt sein Prüf-Portfolio permanent weiter. Ein naheliegender und konsequenter Schritt in Richtung Rundum-Service: Neuerdings bietet Hermes Hansecontrol auch Sachverständigen-Dienstleistungen rund um das Thema Fahrrad und Pedelec an. Zu diesen Dienstleistungen gehören:

  • Gutachten zur Unfallrekonstruktion
  • Gutachten hinsichtlich Produkthaftpflicht
  • Schadensanalyse von Bauteilen/Baugruppen
  • Vergleichsprüfungen
  • Zeitwertermittlung
  • Gerichtsgutachten
  • Versicherungsgutachten

Weitere Gutachten auf Anfrage.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 6124 bzw. senden Sie uns eine E-Mail.

Mit der Aufnahme dieser Stoffe in die Kandidatenliste ist eine Informationspflicht innerhalb der Lieferkette verbunden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt ein explizites Auskunftsrecht – das heißt: Hersteller, Lieferanten und Händler müssen offenlegen, ob in Erzeugnissen ein besonders besorgniserregender Stoff in einer Konzentration von über 0,1 Prozent enthalten ist.

Bei den sieben neuen Kandidatenstoffen handelt es sich um:

  • Chrysen und Benz[a]anthracen, zwei polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als Bestandteil oder Verunreinig anderer Substanzen vorkommen können;
  • die Schwermetallsalze Cadmiumnitrat (mögliche Verwendung unter anderem für die Herstellung von Glas-, Porzellan- und Keramikprodukten), Cadmiumhydroxid (mögliche Verwendung unter anderem für die Herstellung von elektrischen, elektronischen und optischen Geräten) sowie Cadmiumcarbonat (mögliche Verwendung unter anderem für Kosmetika und Körperpflegeprodukte);
  • das Flammschutzmittel Dechloran Plus TM (mögliche Verwendung in Kleb- und Dichtstoffen sowie in Bindemitteln);
  • ein Reaktionsprodukt aus 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion, formaldehyd und 4-Heptylphenol, welches als Zusatz in Schmierstoffen für Maschinen und Fahrzeuge verwendet wird.

Bisphenol A: gefährdend auch für Tiere

Außerdem wurde der Eintrag von Bisphenol A (BPA) aktualisiert. Dieser Stoff ist nicht mehr nur als fortpflanzungsgefährdend für den Menschen, sondern auch aufgrund seiner hormonellen Wirkungen auf Tiere als besonders besorgniserregend gelistet. Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt diese Entscheidung und wird prüfen, inwieweit die Verwendung von Bisphenol A für einen besseren Schutz der Umwelt zusätzlich beschränkt werden muss. Bisphenol A ist Ausgangsstoff für Polykarbonat-Kunststoffe sowie Epoxidharze. Der Stoff steckt in Alltagsprodukten wie Trinkflaschen, Konservendosen, DVDs, Lebensmittelverpackungen sowie Kassenzetteln aus Thermopapier und kann über verschiedene Wege in die Umwelt gelangen.

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Zum Schutz von Mensch und Umwelt empfiehlt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), weitere sieben besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern) in die REACh-Zulassungsliste aufzunehmen. Aufgrund ihrer Eigenschaften und der weit verbreitetenAnwendung gefährden die betreffenden Stoffe möglicherweise die menschliche Gesundheit oder die Umwelt. Einige von ihnen werden zwar derzeit in der EU nicht verwendet, könnten aber andere Stoffe ersetzen, die für die Zulassungsliste empfohlen werden oder bereits gelistet sind. Zwei der empfohlenen Stoffe besitzen fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften. Die anderen fünf haben persistente, bioakkumulierbare und toxische (PBT) und/oder sehr persistente und sehr bioakkumulierbare (vPvB) Eigenschaften.

Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme der Stoffe in die Zulassungsliste trifft die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament. Erst dann wird auch festgelegt, bis wann Unternehmen die Zulassung bei der ECHA beantragen müssen.

Die folgenden sieben Stoffe sind betroffen:

5-sec-Butyl-2-(2,4-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-5-methyl-1,3-dioxan [1], 5-sec-Butyl-2-(4,6-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-5-methyl-1,3-dioxan [2] [Die einzelnen [1] und [2] Stereoisomere und alle möglichen Kombinationen sind durch diesen Eintrag abgedeckt] Handelsname z.B. „Karanal"vPvBParfumbestandteil, Riechstoff
2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol (UV-328)PBT, vPvBUV-Stabilisator für verschiedene Kunststoffe
2,4-di-tert-butyl-6-(5-chlorobenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327)vPvBUV- Stabilisator, hauptsächlich eingesetzt für Kunststoffe, Gummi, Kleber und Kosmetika
2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)-phenol (UV-350)vPvBUV- Stabilisator, hauptsächlich eingesetzt für Lacke, Kunststoffe und Gummi
2-Benzotriazol-2-yl-4,6-di-tert-butylphenol (UV-320)PBT, vPvBUV-Stabilisator für verschiedene Kunststoffe
1,2-Benzoldicarbonsäureester, di-C6-10-alkyl ester; 1,2-Benzoldicarbonsäureester, gemischter decyl und hexyl und octyl diester mit ≥ 0.3% of Dihexylphthalat (EC No. 201-559-5)fortpflanzungsgefährdendWeichmacher in PVC und Klebern
1-Methyl-2-pyrrolidon (NMP)fortpflanzungsgefährdendLösungsmittel für Farben, Lacke, Reinigungsmittel

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Die Europäische Kommission hat unter der Notifizierungsnummer G/TBT/N/EU/538 einen Entwurf zur Änderung des Anhangs XVII der Chemikalienverordnung REACh veröffentlicht, der insbesondere Unternehmen der Textil- und Schuhbranche betrifft. In dem Entwurf werden neue Grenzwerte für zahlreiche Substanzen festgelegt, die in Kleidung inklusive Accessoires, weiteren Textilien mit Hautkontakt sowie in Schuhen zum Einsatz kommen (Ausnahmen sind aufgeführt). Zu den Substanzen zählen unter anderem Formaldehyd, bestimmte Schwermetalle wie Cadmium und Blei, ausgewählte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Vertreter der Phthalate wie DPP und DnHP.

Desweiteren sind in Zukunft diverse Rückstandschemikalien reglementiert, an die bereits durch NGOs wie Öko-Tex und CADS Anforderungen gestellt wurden. Beispiele hierfür sind Dimethylformamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP) und Chlorierte Toluole.

Die Verordnung soll im 3. Quartal 2018 veröffentlicht werden und 20 Tage später in Kraft treten. Es gilt eine Übergangsfrist von 24 Monaten.

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Die hohe Qualität von Möbeln sicherzustellen und für den Endverbraucher kenntlich zu machen: Dieses gemeinsame Ziel verbindet die Hansecontrol-Cert mit Hauptsitz in Hamburg und die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Seit Anfang 2018 ist die Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft nun auch offizielles DGM-Fördermitglied. Haushaltsgeräte und Möbel zählen zu den regelmäßig von den Experten kontrollierten und zertifizierten Produkten. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen als Prüfstelle des GS-Zeichens für „Geprüfte Sicherheit“ zugelassen und vergibt darüber hinaus auch private Prüfzeichen. Zu den Leistungen für die Möbelindustrie zählen unter anderem mechanische Sicherheits- und Dauerlaufprüfungen, Prüfungen mit physikalischen Messgrößen wie Kräften oder Geschwindigkeiten, chemische Analysen oder auch Sicherheitsprüfungen im Bereich der Elektronik, Textilphysik und Gebrauchstauglichkeit.

Freiwillige Einhaltung hoher Qualitätsstandards

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. ist ein Zusammenschluss von Möbelherstellern und fördernden Mitgliedern aus Zuliefer- und Montagebetrieben, Fachverbänden und unabhängigen Instituten. Seit 1963 verpflichten sich Möbelhersteller und Zulieferbetriebe freiwillig zur Einhaltung der insgesamt hohen DGM-Qualitätsstandards. Die Anforderungen leiten sich aus den Güte- und Prüfbestimmungen des „Goldenen M“, RAL-GZ 430, ab. Diese garantieren dem Nutzer von zertifizierten Möbeln Langlebigkeit und einwandfreie Funktion, Sicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit. All diese Faktoren werden in unabhängigen Laboren geprüft und sichergestellt. Inzwischen umfasst die DGM mehr als 115 Mitglieder aus dem In- und Ausland. Weitere Informationen gibt es hier.

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Die Produktion, Veredelung und Vermarktung von Textilien ist ein zunehmend komplexes Geschäft – und für die Verantwortlichen in Einkauf, Design, Qualitäts- und Produktentwicklung mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Einkaufsentscheidungen beispielsweise werden häufig aufgrund von Optik und Haptik getroffen. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Kundenerwartungen adäquat zu bedienen. Wer ein Verständnis für Trends, Innovationen und Fehlerquellen entwickeln und eigene Ideen verwirklichen möchte, braucht fundiertes textiles Basiswissen.

Eine besondere Rolle spielt – auch vor dem Hintergrund steigender gesetzlicher Anforderungen – die Textilveredelung. Im Seminar „Färben, Drucken, Ausrüsten – Grundlagen der Textilveredelung" am 11. und 12. April 2018 in Hamburg vermitteln die Experten von Hermes Hansecontrol wichtige Grundkenntnisse der Textilveredlung, die für Einkauf und Produktentwicklung entscheidend sind. Neben den unterschiedlichen Verfahren des Färbens und Bedruckens von Textilien lernen die Teilnehmer die Möglichkeiten mechanischer und chemischer Ausrüstung und die Grenzen des Machbaren kennen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

News im Januar 2018

Regelmäßige Ruhe- und Erholungsphasen sind wichtig für die Gesundheit sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Gute Matratzen und Polster spielen dabei eine wichtige Rolle. Für Verbraucher ist es jedoch häufig schwer, zwischen qualitativ hochwertigen und eher minderwertigen Produkten zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund erweitert Hermes Hansecontrol sein mechanisches Prüfangebot im Bereich Möbel und bietet künftig auch für Matratzen und Polsterstoffe verschiedene Testverfahren an. So erhalten Hersteller fundierte Verkaufsargumente, können sich vom Wettbewerb abheben und die Qualität ihrer Produkte gezielt verbessern.

Häufig werden Qualitätsprobleme bei Matratzen erst nach einer längerer Nutzungsdauer ersichtlich. Bei Hermes Hansecontrol kann der Alterungsprozess künftig auf der Grundlage genormter Prüfverfahren simuliert werden. Zudem lassen sich die funktionellen Eigenschaften des Schaumstoffs bestimmen und auswerten.

Eines der wichtigsten Kriterien hierbei ist die Änderung des Härtegrades von Matratzen und anderen Sitz- und Möbelpolstern über den gesamten Lebenszyklus dieser Produkte hinweg. Im Regelfall ist bei Matratzen von einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 10 Jahren auszugehen.

Um eine Aussage über die Festigkeit und Dauerhaltbarkeit des Werkstoffs machen zu können, werden diese unter anderem mechanisch geprüft: Eine Bewalzung der Matratzen und Möbelpolster simuliert die Beanspruchung durch den Nutzer. Darüber hinaus ist Hansecontrol in der Lage, die Härtezonen von Matratzen über die gesamte Liegefläche und an 20 Punkten mit einer eigens dafür entwickelten Zonierungsprüfmaschine zu bestimmen.

Für diese spezielle Art der Härteverlaufprüfung innerhalb der Matratze nimmt Hansecontrol eine Vorreiterstellung unter den Prüfhäusern ein, da sowohl die Methodik als auch die zugehörige Prüftechnik bisher in keiner Norm Anwendung finden. Die aus der Messung resultierende Matratzenzonierung können Unternehmen mit Hilfe von Kontur-Diagrammen verständlich und nutzbar an ihre Endkunden weitergeben. Gerade in Zeiten von Matratzen mit fünf, sieben oder sogar noch mehr Härtezonen ist eine solche Untersuchung ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung der Qualität.

Für die Prüfung von Matratzen und Bestandteilen von Polstermöbeln sind unter anderem die folgenden Normen und Bestimmungen relevant:

Matratzen:

  • DIN EN 1957:2013-01 Möbel - Betten und Matratzen - Prüfverfahren zur Bestimmung der funktionellen Eigenschaften und Leistungskriterien
  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN 1334:1996-07 Wohnmöbel - Betten und Matratzen - Messverfahren und Toleranzempfehlungen
  • RAL GZ 430 / 6 - Besondere Güte- und Prüfbestimmungen für Matratzen

Schaumstoffprüfungen:

  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN ISO 3385:2014-10 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Ermüdung im Dauerschwing-Versuch mit Stoßbelastung unter konstanter Kraft (ISO 3385:2014)
  • DIN EN ISO 3386-1:2015-10 Polymere Materialien, weich-elastische Schaumstoffe - Bestimmung der Druckspannungs-Verformungseigenschaften - Teil 1: Materialien mit niedriger Dichte (ISO 3386-1:1986 + Amd 1:2010)
  • ASTM D3574 Standard Test Methods for Flexible Cellular Materials - Slab, Bonded, and Molded Urethane Foams
  • DIN 53579:2015-04 Prüfung weich-elastischer Schaumstoffe, Eindrückversuch an Fertigteilen

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Verbraucherschutz hat höchste Priorität – das spiegelt sich auch in der europäischen und nationalen Gesetzgebung wider. In Deutschland wurde am 1. Dezember 2011 das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) als Nachfolger des GPSG an den Start gebracht, um Endverbraucher noch besser zu schützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Das Gesetz regelt die Verpflichtungen von Herstellern, Importeuren und Händlern. Damit dient es zugleich als Grundlage für die nationale Marktüberwachung, für deren Vollzug die Bundesländer zuständig sind.

Die Vorgaben effizient zu erfüllen und Rückrufe zu vermeiden, ist für die Unternehmen der Konsumgüterindustrie ein zunehmend erfolgskritischer Faktor. Ausgereifte, leistungsfähige und geprüfte Produkte, nachvollziehbare Prozesse und ein effektives Lieferantenmanagement werden von allen beteiligten Wirtschaftsakteuren erwartet und sind unverzichtbar.

In unserem Seminar „Produktsicherheitsgesetz, CE-Konformitätsbewertung und Warenabsicherung in der betrieblichen Praxis" am 15. März 2018 in Hamburg informieren wir Sie über die relevanten Gesetze sowie grundlegende Anforderungen und Begrifflichkeiten im europäischen Binnenmarkt. Außerdem geben wir Ihnen Lösungen für die Umsetzung in der betrieblichen Praxis an die Hand.

Unsere Rechtsexpertin Inken Green beleuchtet die juristischen Aspekte bei der Absicherung der gesetzlichen Anforderungen und der Produktqualität. Zudem erfahren Sie, was im Fall eines notwendigen Produktrückrufs zu tun ist und welchen Verpflichtungen Sie gegenüber den Behörden nachkommen müssen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.


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