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Anforderungen an die Sicherheit von Bedarfsgegenständen und Produkten unterliegen einem ständigen Wandel bedingt durch fortschreitende wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung durch den Gesetzgeber. Hermes Hansecontrol informiert Sie aktuell und zuverlässig über Neuigkeiten. Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu Projekten von Hermes Hansecontrol.

News im Februar 2019

Formaldehyd kommt unter anderem bei der Produktion von Holzwerkstoffen, als Desinfektionsstoff in Reinigungsmitteln oder Bestandteil von Klebstoffen und Textilien zum Einsatz. Der Stoff gilt als krebserregend, erbgutverändernd und kann aufgrund seiner ätzenden Wirkung bei Kontakt Hautirritationen hervorrufen. Die europäische Chemikalienagentur ECHA ist der Meinung, dass die bisherigen Beschränkungen für Formaldehyd, das aus Verbraucherprodukten freigesetzt wird, nicht ausreichen. In ihrem „Restriction Report“ über Formaldehyd und Formaldehydabspalter, der am 11. Januar 2019 veröffentlicht wurde, schlägt die ECHA daher eine gesetzliche Neuregelung vor.

Demnach soll es künftig verboten sein, Artikel auf den Markt zu bringen, sofern das freigesetzte Formaldehyd einen Grenzwert von 0,124 mg/m³ überschreitet. Die Messung der Formaldehydfreisetzung soll entsprechend der Norm EN 717-1 erfolgen. Ausgenommen werden sollen Artikel, die unter die neue Regelung 2018/1513 für CMR-Stoffe in Bekleidung, Schuhen und anderen Textilien fallen. Für diese Artikel tritt bereits am 1. November 2020 ein Grenzwert für den Gesamtgehalt an Formaldehyd von 300 mg/kg in Kraft, der ab dem 1. November 2023 nochmals auf 75 mg/kg absinkt. Ebenfalls nicht betroffen sind Artikel, in denen Formaldehyd oder Formaldehydabspalter als Biozid nach Verordnung 528/2012 eingesetzt werden.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 600202-777 bzw. senden Sie uns eine E-Mail.

Um die Verbraucher möglichst effektiv zu schützen, aktualisiert die europäische Chemikalienagentur ECHA regelmäßig die Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC). Am 15. Januar 2019 wurden sechs neue Stoffe aufgenommen – damit enthält die Liste nunmehr 197 Einträge. Mit der Aufnahme in die REACh-Kandidatenliste geht eine Informationspflicht innerhalb der Lieferkette einher. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt ein explizites Auskunftsrecht über Vorkommen von SVHC in Erzeugnissen. Hersteller, Lieferanten und Händler müssen offenlegen, ob in Erzeugnissen ein besonders besorgniserregender Stoff in einer Konzentration von über 0,1 Prozent enthalten ist.

Zu den neuen Kandidatenstoffen gehören vier polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als Bestandteil oder Verunreinig anderer Substanzen vorkommen können: Benzo[k]fluoranthen, Fluoranthen, Phenanthren und Pyren. Außerdem sind 2,2-Bis(4'-hydroxyphenyl)-4-methylpentan und 1,7,7-trimethyl-3-(phenylmethylene)bicyclo[2.2.1]heptan-2-on (3-Benzylidencampfer) betroffen. Der Stoff 2,2-Bis(4'-hydroxyphenyl)-4-methylpentan ist bislang nicht unter der REACh-Verordnung registriert und wird möglicherweise bei der Herstellung von Thermopapier eingesetzt. 3-Benzylidencampfer findet Verwendung als UV-Filter in Sonnencreme und anderen Kosmetika.

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Optisch ansprechend, funktional, pflegeleicht und hautfreundlich – textile Produkte sollen heute vielfältige Anforderungen erfüllen. Ohne aufwendige chemische und mechanische Prozesse lassen sich die gewünschten Eigenschaften kaum erzielen. Doch wie erhält die Jeans ihre blaue Farbe, die Outdoor-Jacke ihre wasserabweisende Funktion und der Vorhang seinen glänzenden Paisley-Druck? Die individuellen Verfahren der Veredelung sind sehr komplex und erfordern eine rohstoff- und artikelabhängige Kombination verschiedener Prozesse in den einzelnen Stufen der Textilerzeugung. Ein fundiertes textiles Basiswissen ist die Voraussetzung, um eigene Ideen zu verwirklichen und ein Verständnis für Trends, Innovationen und Fehlerquellen zu entwickeln – insbesondere auch im Hinblick auf ökologische Aspekte.

In unserem zweitägigen Seminar „Färben, Drucken, Ausrüsten – Grundlagen der Textilveredelung" am 16. und 17. April 2019 in Hamburg lernen Sie die unterschiedlichen Behandlungsverfahren kennen, die bei der Gestaltung von Textilien zur Anwendung kommen. Ergänzend dazu werden die gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit, Gesundheits- und Umweltverträglichkeit thematisiert, die eine immer wichtigere Rolle bei Produktion und Vermarktung spielen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter +49(0)40 600202-330 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

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