Black OPs

Willkommen bei den Black OPs

In unserem Team aus 11 Teammitgliedern (5 extern) dreht sich alles rund ums Sortieren von Sendungen. Wir haben das zentrale System für die Sortieranlagen von Grund auf entwickelt. Dieses System namens ELISA kann ein Hermes-Paket anhand des Barcodes innerhalb von 100 ms einsortieren und auf den richtigen Weg schicken. Mit der Android-App Mollie haben wir ELISA, welches hauptsächlich von den Sortieranlagen genutzt wird, auch für die Kollegen in der Halle nutzbar gemacht. Mit einer weiteren App aus unserer Hand kann man Statusdaten setzten. Die Sortierung ist ein wirklich komplexes Thema, da Eigenschaften der Sendung berücksichtig werden müssen. Wertsendungen, Terminsendungen, Umleitung der Sendung und viele andere Regeln bilden wir im System ab.

Im Dezember haben wir mit ELISA an den z.Zt. 8 angeschlossenen Standorten über 22 Mio Sendungen sortiert. Hierfür wertet ELISA über 35 Mio. Barcodes aus und nutzt teilweise zusätzlich gespeicherte Daten für die Sortierung. Die Apps befinden sich noch in der Ausrollphase. Schätzungsweise 2.500 Geräte werden in Zukunft mit unseren Apps gleichzeitig genutzt.

Positionen

  • Softwareentwickler: Android, Kotlin
  • Tester
  • Agile Coach
  • Product Owner

Bedeutung für Hermes

Unsere Anwendung gehört auf jeden Fall zu den unternehmenskritischsten Anwendungen, da ohne sie alles manuell sortiert werden müsste. Deshalb haben wir immer den Anspruch die Arbeit im Außendienst zu erleichtern und einen Mehrwert für Hermes zu schaffen.

Unsere Arbeitsweise

Als crossfunktionales Team organisieren wir uns sehr gut durch unsere offene Kommunikation, Zusammenarbeit an Tickets und unsere Feedbackkultur. Unsere hauptsächliche Arbeitsmethode ist Scrum. Wir werden von einem Agile Coach begleitet und können immer flexibel auf neue Anforderungen eingehen. Mit unserem Jira Board und Ticketboard haben wir immer einen guten Überblick über unseren aktuellen Stand.

Außerdem fragen wir uns regelmäßig, was für uns wichtig ist und wonach wir zusammenarbeiten wollen. Wenn wir denken, dass sich das Team verändert hat oder wenn wir mehrere neue Teammitglieder haben, erarbeiten wir gemeinsame Werte, die wir im Teamraum immer sichtbar machen.

So stellen wir uns ein neues Teammitglied vor

Wir suchen jemanden, der Lust auf die Hermeswelt hat und darauf, den Leuten im Außendienst mit innovativen Lösungen die Arbeit zu erleichtern. Unser Anspruch an uns selbst ist immer den „hottesten sh*t zu coden“, also sollte die Person bereit sein, immer neue Techniken kennenzulernen. Wir freuen aus auf jemanden, der teamfähig, zielstrebig und kommunikativ ist und auch mal Spaß machen kann.

Interview mit Frederic Marquardt, Werkstudent Softwaretest und Softwareautomatisierung seit März 2018

Ich bin Frederick, 26 Jahre alt und aus dem Ruhrgebiet. Derzeit studiere ich Wirtschaftsinformatik im Bachelor, aber habe davor auch einige Semester Mensch-Technik-Interaktion studiert. Da habe ich jedoch gemerkt, dass ich mir dies nicht für die nächsten 40 Jahre meines Arbeitslebens vorstellen kann. An Wirtschaftsinformatik gefallen mir die vielfältigen und komplexen Verbindungen der Wirtschaft mit der Informatik. Als ich nach einem Praktikumsplatz gesucht habe, bin ich über viele Bewertungsportale wie Kununu auf Hermes aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mich auf eine ausgeschriebene Stelle beworben und einen sehr sympathischen Eindruck von Hermes gewonnen. Im Praktikum hatte ich dann auch interessante Aufgaben und ein nettes Team, weshalb ich gerne als Werkstudent verlängert habe.

Mein Team ist für das Sortierungssystem ELISA zuständig und für viele neue Applikationen auf dem neuen Scanner. Ich arbeite im Team normal mit und bin als Softwaretester -und automatisierer für die Abnahme von Tests verantwortlich.

Sobald ein Entwickler ein neues Feature einbaut oder eine Veränderung vornimmt, teste ich die Software und schaue, ob es funktioniert. Beispielsweise teste ich, ob Barcodes korrekt gescannt werden. Das hört sich trivial an, aber es kann auch viel schief gehen, z.B., dass der Scanner nur bestimmte Barcodes korrekt liest. Weiterhin führe ich automatisierte Tests durch, welche simulieren, was der User mit der Software macht. Da muss man oftmals ein Out-of-the-Box Denken haben, da die Benutzer sehr kreativ mit den Anwendungen umgehen.

Jeder der anfängt macht eine Woche am LC. Bei Einführungen von neuen Sachen, sind wir auch an den Standorten um diese zu testen. In unserm Review, was alle drei Wochen stattfindet, gehen wir in den Austausch mit Vertretern des Außendienstes und stellen vor, was wir gemacht haben.

Das war ein Buch, was ich online bestellt habe. Es ging um einen Mathematiker, der vor mehreren hundert Jahren gelebt hat und dessen Sätze und Beweise immer noch erforscht werden. Ich bin aber erst auf Seite 100 und kann deshalb noch nicht zu viel verraten.

Ich lege Wert auf eine gute Stimmung im Team und einen fairen Bewerbungsprozess. Außerdem möchte ich im Praktikum etwas lernen, Projekte bekommen und Verantwortung übernehmen. Typische Praktikantenaufgaben wie Kaffee holen sind nichts für mich und musste ich zum Glück auch nicht machen.

Ich mag es direkt mit dem User-Feedback arbeiten zu können uns es direkt einzubauen. Außerdem finde ich die Kommunikation mit den anderen Teammitgliedern sehr gut organisiert, da wir z.B. jeden Morgen ein Daily Stand Up haben, wo man sich darüber austauscht, woran man gestern gearbeitet hat und was heute ansteht. Dann haben alle Teammitglieder auf dem Schirm, was ansteht.

Die Arbeitswelt ist nicht wie die Uniwelt. Die Uni ist sehr abstrakt und wird nicht immer dem gerecht, was man im täglichen Arbeitsleben leisten muss.

Aus technischer Sicht konnte ich unfassbar viel lernen. Ich kann immer Fragen stellen und habe einen Mentor, der mir oft weiterhilft. Durch das Projekt in dem ich bin, konnte und musste ich mir viele Dinge aneignen. Dazu zählen beispielsweise der Umgang mit Git und Selenium und auch der Einsatz von Programmiersprachen im tatsächlichen Berufsalltag. Wenn man im Team programmiert, kann man nicht einfach abbrechen, wenn es kompliziert wird, sondern muss für den Rest des Teams abliefern. Außerdem habe ich gelernt mit stressigen Situationen umzugehen.

Interview mit Christian Eder, Product Owner bei Hermes seit 2014

Ursprünglich hatte ich technische Informatik studiert, da es mich faszinierte, wie man mit einem Befehl auf dem Computer einen Motor zum Laufen bringen kann. Weil ich wusste, dass ich nicht Entwickler werden möchte, habe ich noch einen Master in Logistik gemacht. Logistik ist einfach überall und es gibt viele Prozesse an denen man dranbleiben muss, die man optimieren muss.

2010, kurz nach dem Studium habe ich dann etwas Spannendes im Bereich der Technikplanung gesucht. Ein Kontakt von Otto hat mich auf den Job als Projektmanager bei Hermes aufmerksam gemacht. Daraufhin habe ich mich ganz normal beworben und ein Bewerbungsgespräch geführt. Da in dieser Phase sehr viele neue Hermes-Standorte aufgebaut wurden, war ich sehr an dem Job interessiert. Nach knapp vier Jahren bin ich dann in die IT gewechselt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nichts über agile Softwareentwicklung, aber das hat sich schnell geändert.

Als Product Owner übernehme ich die Verantwortung über einzelne Softwareapplikationen, dass diese einwandfrei funktionieren und weiterentwickelt werden. Ich bin der Übersetzer zwischen Fachbereich und Entwicklern. Die Anforderungen des Fachbereichs nehme ich auf und gebe sie priorisiert an die Entwicklung weiter. Bei Fragen wenden sich die Entwickler an mich und falls ich sie nicht beatworten kann, hole ich die Antworten beim Fachbereich ein.

Man benötigt Fachwissen, man muss kommunizieren können, deutlich „Nein, das geht nicht!“ sagen gehört zum Tagesgeschäft, und auch viel Menschenkenntnis muss man mitbringen. Da ich mit vielen Menschen zusammenarbeite, muss ich immer die entsprechende „Sprache“ der Person sprechen.

Das war die erfolgreiche Inbetriebnahme des Sortiersystems, gemeinsam mit dem Team. Alles lief wie es sollte und noch heute feiern wir den Tag als „Geburtstag“ des Systems. Die Chance ein Produkt von Null an zu entwickeln hat man nicht immer. Wir haben das System sozusagen vom kleinen Baby bis zur älteren Frau, die langsam erneuert werden muss, begleitet.

Mit meiner jetzigen Position habe ich viele Freiheiten bekommen und habe gelernt mich selbst besser zu organisieren. Mit meinem Chef kann ich offen kommunizieren, auch bei Meinungsdifferenzen. Von Kollegen bekommt man auch immer die ehrliche Meinung und konkretes Feedback. Ich konnte mich persönlich weiterentwickeln durch den Umgang mit verschiedenen Menschen, herausfordernden Situationen und großen Projekten. Insgesamt fühle ich mich mittlerweile viel selbstsicherer in diesem Umfeld, da ich am Anfang noch eher schüchtern war.