Das packen wir: Optimierte Netzwerkplanung bei Hermes

Ob es Seide-Ballen aus Asien sind, Möbel aus Polen oder private Pakete, zu versenden innerhalb von Berlin: Im Vernetzen, im Verbinden von Märkten und Menschen besteht das Kerngeschäft von Hermes. Güterströme von mehreren Millionen Tonnen Fracht oder mehr als 500 Millionen Paketsendungen jährlich zu organisieren, und dies schnell und sicher, bindet naturgemäß viele Ressourcen. Das Ziel der grünen Logistik von Hermes: Diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und jede Möglichkeit zur CO2-Reduktion zu nutzen. Diese Selbstverpflichtung, dieses Ziel verfolgen wir auch in unserer Netzwerkplanung.

Hermes beginnt damit gleich am Anfang der Wertschöpfungskette. So werden Lieferanten, beispielsweise aus Asien, von Hermes–OTTO International vor Ort anhand hoher internationaler Standards überprüft und müssen etwa den Kriterien der Business Social Compliance Initiative entsprechen. Auch befinden sich viele Prüfinstitute von Hermes Hansecontrol dort, wo ein Großteil der Waren produziert wird: in Asien, also in China und Indien. Tests zur Qualitätssicherung von Waren, deren Bestimmungsorte Europa oder die USA sind, können so quasi vor Ort vorgenommen werden. Daraus folgt eine größere Sicherheit für die Händler wie für die Endverbraucher, eine größere Transportgeschwindigkeit, weniger Reklamationen und Rücksendungen – und damit spürbar weniger Transporte.

Ressourcen zu sparen ist natürlich auch der Gedanke hinter den Auslastungsvorgaben von Hermes. Mehr als 200 Millionen Streckenkilometer legen LKW mit dem Hermes-Logo in Europa pro Jahr zurück. Ausgeklügelte IT-Systeme sorgen dafür, dass der Status und Standort von mehr als 7.500 Wechselbrücken und Trailern bekannt ist, die – digital visualisiert – auf der langen Strecke dirigiert werden. Leerfahrten oder Extratouren werden so vermieden, Staus können umfahren werden. Nebenbei liefert die Software auch noch Daten zum CO2-Verbrauch jeder Tour, welche Hermes-Mandanten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Denn Wechselbrücken und Trailer sind bei Hermes mit GPS-Einheiten versehen, die bis zu 720 Meldungen innerhalb von 24 Stunden abgeben können. Ihre Energie erhalten diese Einheiten selbstverständlich von Solarzellen.

GPS kommt auch bei der Sendungsverfolgung zum Einsatz. Das gilt nicht nur für Großkunden aus Industrie und Handel, das gilt auch für das Zwei-Mann-Handling des Hermes Einrichtungs Service (HES), der jährlich etwa 3,5 Millionen Großstücke wie Schränke oder Waschmaschinen ausliefert, montiert oder anschließt. Eine eigene Software legt dabei die optimale Route fest und gibt die Ankunftszeit durch. Der Kunde kann die Anreise im Internet verfolgen, der Liefertermin wird schließlich bis auf 20 Minuten genau eingekreist. Erster Vorteil: Der Kunde muss nicht warten. Zweiter Vorteil: Kann die Ware gleich mit der ersten Zustellung übergeben werden, zahlt sich jeder eingesparte Kilometer für die Umwelt aus.

Exakt die gleiche Motivation steht auch hinter den Dienstleistungen, welche die Hermes Logistik Gruppe Deutschland anbietet. Übergeordnet wäre zuerst das PaketShop-Netz aus 14.000 Anlaufstellen zu nennen, das durch seine häufig fußläufige Erreichbarkeit 30 Prozent weniger Ausstoß an CO2 verursacht als die direkte Zustellung an der Haustür. Neue Dienstleistungen zahlen aber ebenfalls auf die Kohlendioxyd-Reduktion ein: Geschäftskunden können die Zustellung an einem Wunschtag buchen, in einem von insgesamt vier frei wählbaren Zeitfenstern und weitere Services, die den Komfort beim Paketempfang erhöhen – und diesen Service ihren Kunden anbieten. Ebenso können Direktkunden von Hermes über myHermes.de erfahren, wann ihre Sendung voraussichtlich eintreffen wird. Diese Paketankündigung hilft Kunden, die Lieferung noch besser in ihren Alltag zu integrieren. Und natürlich entfallen dadurch Transportkilometer, und damit auch CO2-Emissionen.

Erreicht wird dies durch eine eigens entwickelte Software, in deren Berechnungen umfangreiche historische Prozessdaten sowie die Erfahrungen der Hermes-Zusteller einflossen. Gefüttert täglich mit neuen Daten aus »Langer Strecke« und »Letzter Meile« gleicht das Programm alle relevanten Daten miteinander ab, setzt sie in Korrelation und prognostiziert schließlich einen Zeitraum, der bis auf eine Stunde genau sein kann. Wieder müssen die Kunden weniger lang warten, und wieder werden unnütze Touren vermieden – was der Natur nur dient.