Die Hermes-Flotte: Gas geben und dabei CO2 sparen

Um die 1.500 eigene und Unternehmen überlassene Fahrzeuge sind täglich für die Hermes-Gruppe im Einsatz. Sie müssen robust sein sowie ein zügiges Be- und Entladen ermöglichen, doch neben der Wirtschaftlichkeit spielt der Umweltschutz eine große Rolle. Und das gleich auf zwei Ebenen: Zum einem geht es um die optimale Tourenplanung, die Umwege oder Leerfahrten so weit wie irgend möglich vermeidet. Zum zweiten geht es um die Fahrzeuge selbst.

Pionierarbeit leistet Hermes mit Blick auf eine immer effizientere Fahrzeugtechnik bereits seit 1992 – in Zusammenarbeit mit renommierten Automobilproduzenten. Seither wird herstellerunabhängig auf Kooperationsbasis an alternativen Antriebsformen geforscht und diese im Alltag erprobt. Im Bereich der Elektromobilität beispielsweise: Als langjähriger Kooperationspartner von Mercedes-Benz hat Hermes die weltweit ersten elektrisch betriebenen Transporter im Alltag in Berlin und Hamburg getestet: 20 Vito E-CELL Fahrzeuge – leise und vollkommen schadstofffrei – durchliefen einen vier Jahre dauernden Versuch bei der realen Paketzustellung. Aber auch elektrifizierte Renault-Kangoo, Fiat 500 oder Smart setzt Hermes, z.B. als Poolfahrzeuge, in seinem Fuhrpark sichtbar ein.

Der Anspruch der Modernität gilt für die gesamte Hermes Gruppe: LKW, die für die Hermes Transports Logistics zumeist im Nachtsprung fahren, sind maximal zwei Jahre im Einsatz und werden dann gegen neue, umwelteffizientere Typen ausgetauscht. Alle erfüllen zudem die hohen Anforderungen der internationalen Schadstoffnorm 5, die meisten sind zudem mit Micro-Hybrid-Technologie, also kraftstoffsparender Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Die Hermes Germany GmbH tauscht ihre stets geleasten Fahrzeuge nach spätestens drei Jahren aus, damit immer moderne Schadstoffklassen und sparsame Motorentechnik zum Einsatz kommen.

Wie die Zukunft im Bereich der alternativen Antriebe aussieht, kann man aktuell in London erleben. In der britischen Metropole stellt Hermes seine Lieferungen seit Ende 2014 zu 100 Prozent emissionsfrei zu. Als erster dort aktiver Paketdienst hat Hermes seine City Logistik komplett modernisiert und betreibt die derzeit größte gewerbliche Elektroflotte in einer europäischen Großstadt – bestehend aus 44 Fahrzeugen des Typs »Renault Kangoo Z.E.«, welche mit Strom aus regenerativer Energie betankt werden. Im Vergleich zu konventionellen Modellen werden so 146 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Außerdem benötigen die Fahrzeuge rund 40 Prozent weniger Parkfläche. Und: In der deutschen Hauptstadt unterstützt Hermes 2015 als ein maßgeblicher Kooperationspartner das Schaufensterprojekt Berlin-Brandenburg – und testet in diesem Zuge u. a. elektrifizierte Prototypen der Sprinterklasse unter den Bedingungen der Paketzustellung im Ballungszentrum.

Trotz dieser Erfolge wird natürlich auch in andere Richtungen nach vorn gedacht. Seit 2008 nutzt Hermes beispielsweise 20 bivalent erdgasbetriebene Transporter, die praktisch keine Partikel ausstoßen. Auch Brennstoffzellen-Technologie kommt zum Einsatz. Hier beteiligt sich Hermes an einem der weltweit größten Brennstoffzellen-Demonstrationsprojekt in Berlin.

Vom 40-Tonner bis zum Lieferfahrrad: Hermes ist nachhaltig unterwegs. Das Fahrrad hat einen Elektroantrieb und kommt vor allem in Ballungsräumen zum Einsatz.