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Anforderungen an die Sicherheit von Bedarfsgegenständen und Produkten unterliegen einem ständigen Wandel bedingt durch fortschreitende wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung durch den Gesetzgeber. Hermes Hansecontrol informiert Sie aktuell und zuverlässig über Neuigkeiten. Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu Projekten von Hermes Hansecontrol.

News im September 2017

Fitness liegt im Trend, und auch das Radfahren erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. So steigt zum Beispiel der Absatz im Bereich der sogenannten Pedelecs stetig. Es wachsen jedoch auch die Ansprüche der Verbraucher: Zweiräder und Fitnessgeräte sollen nicht länger nur durch Design und eine tolle Optik überzeugen, auch die Sicherheit, gute Qualität sowie eine ausgereifte Konzeption stehen beim Kauf zunehmend im Fokus und wirken sich maßgeblich auf die Kaufentscheidung aus.

Das Prüflabor der Hermes Hansecontrol GmbH wird kontinuierlich erweitert. Innerhalb der Hardlines-Laborerweiterung werden die Labore für Sportgeräte und Freizeitartikel aktuell mit modernsten Hightech-Prüfvorrichtungen ausgestattet. Damit gehen technische Neuerungen, Verbesserung und Effizienzsteigerung genauso einher wie der Ausbau der Prüfleistungen. Die grundlegenden Prüfungen der mechanischen, elektrischen und chemischen Sicherheit sowie der elektromagnetischen Verträglichkeit werden künftig beispielsweise um die Lebensdauerprüfung von Fahrrädern, Pedelecs, Sportgeräten und -artikeln sowie Kinder- und Bollerwagen ergänzt.

Für die Lebensdauerprüfungen von Zweirädern oder Anhängern können nun auf dem flexiblen Trommelprüfstand die Prüfparameter variabel als Zielgrößen eingestellt werden. So lassen sich Kilometerleistung, Stoßimpuls, Fahrgeschwindigkeit etc. simulieren. Dies ermöglicht neue Prüfszenarien: In Zukunft ist auch die Prüfung von Fahrradanhängern und des Verbunds Fahrrad-Fahrradanhänger sowie von Lasten- und Spezialrädern möglich. Grundsätzlich können diese Prüfungen darüber hinaus kundenwunschabhängig durch Gebrauchstauglichkeits-, Akkureichweiten- und Umweltprüfungen ergänzt werden. Auch weitere europäische Richtlinien, beispielweise die zum Energieverbrauch (ErP), werden je nach Anwendung berücksichtigt.

„Unser Ziel ist es, die Qualitätssicherung als kompetenter Partner unseres Kunden vollumfänglich zu begleiten, durchzuführen und ihn mit einem umfassenden Projektservice auch bei der Markteinführung seiner Produkte zu unterstützen“, sagt Lutz Lehmann, CEO der Hermes Hansecontrol Group, über das erweiterte Dienstleistungsangebot seines Instituts.

Aktuelle und neue Normen für die Sachgebiete Zweirad und Pedelec sowie Sport- , Camping- und Freizeitartikel sind beispielsweise:

  • DIN EN ISO 20957-4:2017-03 - Stationäre Trainingsgeräte - Teil 4: Kraft-Trainingsbänke, zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN ISO 20957-5:2017-04 - Stationäre Trainingsgeräte - Teil 5: Stationäre Trainingsfahrräder und Kurbel-Trainingsgeräte für den Oberkörper, zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN ISO 20957-8:2016-09 - Entwurf -Stationäre Trainingsgeräte - Teil 8: Stepper, Treppensteiggeräte und Climber - Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN ISO 20957-9:2017-04 - Stationäre Trainingsgeräte - Teil 9: Ellipsen-Trainer, zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN ISO 20957-10:2016-09 - Entwurf - Stationäre Trainingsgeräte - Teil 10: Trainingsfahrräder mit starrem Antrieb oder ohne Freilauf, zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN 15918:2017-05 Fahrräder - Fahrradanhänger - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN 50604-1:2017-05; VDE 0510-12:2017-05 Lithium-Sekundärbatterien für Anwendungen in leichten Elektrofahrzeugen - Teil 1: Allgemeine Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren
  • DIN EN 1888-1:2017-01 - Entwurf - Artikel für Säuglinge und Kleinkinder - Transportmittel auf Rädern für Kinder - Teil 1: Kinderwagen und Kinderwagenaufsätze
  • DIN EN 1888-2:2016-11 - Entwurf - Artikel für Säuglinge und Kleinkinder - Transportmittel auf Rädern für Kinder - Teil 2: Kinderwagen für schwerere Kinder

Des Weiteren sind auch für Hoverboards und PLEV (Persönliche leichte Elektrofahrzeuge) normative Ausarbeitungen im Gange:

  • OVE EN 60335-2-114:2017-05-01 - Entwurf – bzw. BS EN 60335-2-114 - Household and similar electrical appliances - Safety - Part 2-114: Particular requirements for self-balancing personal transport devices incorporating batteries containing alkaline or other non-acid electrolytes
  • DIN EN 17128:2017-08 – Entwurf - Nicht-Typ zugelassene leicht motorisierte Fahrzeuge für den Transport von Personen und Gütern und damit verbundene Einrichtungen - Persönliche leichte Elektrofahrzeuge (PLEV) - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 6124 bzw. schicken Sie uns eine E-Mail.

Am 30. August 2017 veröffentlichte die U.S. Consumer Product Safety Commission (U.S. CPSC) eine abschließende Regelung, wonach einige Kunststoffmaterialien von der Prüfpflicht durch unabhängige Labore befreit sind.

Die Regelung (16 CFR 1308 - Prohibition of Children’s Toys and Child Care Articles Containing Specified Phthalates: Determinations Regarding Certain Plastics) tritt am 29.09.2017 in Kraft und befreit Hersteller von der Prüfpflicht auf die in CPSIA 2008 Section 108 geregelten Phthalat-Weichmacher in Spielwaren und Kinderpflege-Artikeln.

Die ausgenommenen Kunststoff-Materialien inklusive entsprechender Additive sind:

  • Polypropylen (PP)
  • Polyethylen (PE)
  • Polystyrol (PS, incl. schlagfeste Typen MIPS, HIPS, SHIPS)
  • Acrylnitril-Butadien-Styrol Copolymer (ABS)

Folgende Additive/Additivgruppen werden darüber hinaus zur näheren Definition in verschiedener Zuordnung genannt:

Diverse Weichmacher, beispielsweise

  • Sebacate
  • Tallate
  • Benzoate
  • Polyole
  • Fettsäureester
  • Pflanzenöle
  • Mineralöle
  • Katalysatoren
  • Füllstoffe
  • Antistatika
  • Gleitmittel
  • Lichtstabilisatoren
  • Flammschutzmittel
  • Farbmittel
  • Schäumungsmittel
  • Antioxidantien

Die Prüfverpflichtung der Hersteller von Spielwaren und Kinderpflegeartikeln bzw. deren Komponenten, die aus den genannten Kunststoffen hergestellt sind, entfällt zukünftig. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zusammensetzung der verwendeten Materialien bekannt ist.

Wie bei allen Ausnahmeregelungen im Rahmen der CPSIA 2008 entbindet auch die Regelung 16 CFR 1308 nicht von der Verpflichtung, die Anforderungen der Section 108 zur Begrenzung der genannten Phthalate einzuhalten.

Nähere Informationen erhalten Sie beim Federal Register oder bei Ihrem zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb bzw. unserem Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 4444. Sie können uns auch eine E-Mail schicken.

Marktüberwachungsmaßnahmen nationaler Behörden sind ein wichtiges Instrument für die Gewährleistung der Produktsicherheit und den Verbraucherschutz. Doch kann die Überprüfung auch unangenehme Konsequenten für Produktverantwortliche – Händler, "Quasihersteller" und Importeure – nach sich ziehen: Die Sperrung der Ware, Verkaufsverbote oder sogar Rückrufaktionen können die Folge sein.

In unserem Seminar "Die Behörde steht vor der Tür - was ist zu tun?" am 2. November 2017 in Hamburg erhalten Sie einen Überblick über die Institutionen und die Zusammenhänge in den Prozessen der aktiven und reaktiven Marktüberwachung. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie systematisch Ihren Verpflichtungen gegenüber den Behörden nachkommen und wie Sie verantwortlich reagieren.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

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