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Anforderungen an die Sicherheit von Bedarfsgegenständen und Produkten unterliegen einem ständigen Wandel bedingt durch fortschreitende wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung durch den Gesetzgeber. Hermes Hansecontrol informiert Sie aktuell und zuverlässig über Neuigkeiten. Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu Projekten von Hermes Hansecontrol.

News im Jänner 2018

Regelmäßige Ruhe- und Erholungsphasen sind wichtig für die Gesundheit sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Gute Matratzen und Polster spielen dabei eine wichtige Rolle. Für Verbraucher ist es jedoch häufig schwer, zwischen qualitativ hochwertigen und eher minderwertigen Produkten zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund erweitert Hermes Hansecontrol sein mechanisches Prüfangebot im Bereich Möbel und bietet künftig auch für Matratzen und Polsterstoffe verschiedene Testverfahren an. So erhalten Hersteller fundierte Verkaufsargumente, können sich vom Wettbewerb abheben und die Qualität ihrer Produkte gezielt verbessern.

Häufig werden Qualitätsprobleme bei Matratzen erst nach einer längerer Nutzungsdauer ersichtlich. Bei Hermes Hansecontrol kann der Alterungsprozess künftig auf der Grundlage genormter Prüfverfahren simuliert werden. Zudem lassen sich die funktionellen Eigenschaften des Schaumstoffs bestimmen und auswerten.

Eines der wichtigsten Kriterien hierbei ist die Änderung des Härtegrades von Matratzen und anderen Sitz- und Möbelpolstern über den gesamten Lebenszyklus dieser Produkte hinweg. Im Regelfall ist bei Matratzen von einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 10 Jahren auszugehen.

Um eine Aussage über die Festigkeit und Dauerhaltbarkeit des Werkstoffs machen zu können, werden diese unter anderem mechanisch geprüft: Eine Bewalzung der Matratzen und Möbelpolster simuliert die Beanspruchung durch den Nutzer. Darüber hinaus ist Hansecontrol in der Lage, die Härtezonen von Matratzen über die gesamte Liegefläche und an 20 Punkten mit einer eigens dafür entwickelten Zonierungsprüfmaschine zu bestimmen.

Für diese spezielle Art der Härteverlaufprüfung innerhalb der Matratze nimmt Hansecontrol eine Vorreiterstellung unter den Prüfhäusern ein, da sowohl die Methodik als auch die zugehörige Prüftechnik bisher in keiner Norm Anwendung finden. Die aus der Messung resultierende Matratzenzonierung können Unternehmen mit Hilfe von Kontur-Diagrammen verständlich und nutzbar an ihre Endkunden weitergeben. Gerade in Zeiten von Matratzen mit fünf, sieben oder sogar noch mehr Härtezonen ist eine solche Untersuchung ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung der Qualität.

Für die Prüfung von Matratzen und Bestandteilen von Polstermöbeln sind unter anderem die folgenden Normen und Bestimmungen relevant:

Matratzen:

  • DIN EN 1957:2013-01 Möbel - Betten und Matratzen - Prüfverfahren zur Bestimmung der funktionellen Eigenschaften und Leistungskriterien
  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN 1334:1996-07 Wohnmöbel - Betten und Matratzen - Messverfahren und Toleranzempfehlungen
  • RAL GZ 430 / 6 - Besondere Güte- und Prüfbestimmungen für Matratzen

Schaumstoffprüfungen:

  • DIN EN ISO 2439:2009-05 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Härte (Eindruckverfahren) (ISO 2439:2008)
  • DIN EN ISO 3385:2014-10 Weich-elastische polymere Schaumstoffe - Bestimmung der Ermüdung im Dauerschwing-Versuch mit Stoßbelastung unter konstanter Kraft (ISO 3385:2014)
  • DIN EN ISO 3386-1:2015-10 Polymere Materialien, weich-elastische Schaumstoffe - Bestimmung der Druckspannungs-Verformungseigenschaften - Teil 1: Materialien mit niedriger Dichte (ISO 3386-1:1986 + Amd 1:2010)
  • ASTM D3574 Standard Test Methods for Flexible Cellular Materials - Slab, Bonded, and Molded Urethane Foams
  • DIN 53579:2015-04 Prüfung weich-elastischer Schaumstoffe, Eindrückversuch an Fertigteilen

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Thema gern an Ihren zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb oder an unser Order Management unter der Telefonnummer +49(0)40 300 33 73 - 6124 bzw. senden Sie uns eine E-Mail.

Verbraucherschutz hat höchste Priorität – das spiegelt sich auch in der europäischen und nationalen Gesetzgebung wider. In Deutschland wurde am 1. Dezember 2011 das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) als Nachfolger des GPSG an den Start gebracht, um Endverbraucher noch besser zu schützen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Das Gesetz regelt die Verpflichtungen von Herstellern, Importeuren und Händlern. Damit dient es zugleich als Grundlage für die nationale Marktüberwachung, für deren Vollzug die Bundesländer zuständig sind.

Die Vorgaben effizient zu erfüllen und Rückrufe zu vermeiden, ist für die Unternehmen der Konsumgüterindustrie ein zunehmend erfolgskritischer Faktor. Ausgereifte, leistungsfähige und geprüfte Produkte, nachvollziehbare Prozesse und ein effektives Lieferantenmanagement werden von allen beteiligten Wirtschaftsakteuren erwartet und sind unverzichtbar.

In unserem Seminar „Produktsicherheitsgesetz, CE-Konformitätsbewertung und Warenabsicherung in der betrieblichen Praxis" am 15. März 2018 in Hamburg informieren wir Sie über die relevanten Gesetze sowie grundlegende Anforderungen und Begrifflichkeiten im europäischen Binnenmarkt. Außerdem geben wir Ihnen Lösungen für die Umsetzung in der betrieblichen Praxis an die Hand.

Unsere Rechtsexpertin Inken Green beleuchtet die juristischen Aspekte bei der Absicherung der gesetzlichen Anforderungen und der Produktqualität. Zudem erfahren Sie, was im Fall eines notwendigen Produktrückrufs zu tun ist und welchen Verpflichtungen Sie gegenüber den Behörden nachkommen müssen.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter (040) 300 33 73 - 13 30 anrufen oder uns eine E-Mail schicken.

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